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Schneebahn: Auf der früheren B23 durch Saulgrub wird nun nicht mehr gestreut. Darauf weisen Schilder hin. 

Alte B23 wird saniert

Umfahrung Saulgrub: Ein Dorf kommt zur Ruhe

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Saulgrub - Sie erfüllt ihren Zweck: Der Verkehr auf der neuen Saulgruber Umgehungsstraße fließt, der Ort wird wie gewünscht entlastet. Im Frühjahr stehen nun Arbeiten an der alten B23 an.

Rupert Speer fährt gerne in die Arbeit. Nicht nur, weil er sein Amt als Bürgermeister gerne ausübt. Er genießt auch jeden Meter auf seinem Weg von Altenau ins Saulgruber Rathaus. Derzeit so etwas wie seine absolute Lieblingsstrecke. Speer wählt seit der Eröffnung am 19. Dezember stets die Umgehungsstraße, um ins Büro zu gelangen. „Ich bin immer noch begeistert“, sagt er überschwänglich. Auf der lang herbeigesehnten Straße zu fahren, „macht Spaß“. Während dort der Verkehr rege fließt, kommt der Ortskern langsam zur Ruhe. Im Vergleich zu früher kurven deutlich weniger Lkw oder auswärtige Autos auf der ehemaligen B23 herum. Nur manche verirren sich noch, weil die alten Navis die neue Route noch nicht anzeigen, vermutet Speer. Aber auch das wird sich ändern, da ist er sich sicher.

Nicht nur für die Anwohner, sondern auch für den Bürgermeister ging im Dezember eine intensive Zeit zu Ende. Für ihn nimmt sie aber im Laufe des Jahres wieder an Fahrt auf. Dann stehen Arbeiten an der alten Straße an, die mittlerweile zur Gemeindestraße zurückgestuft wurde und somit der Kommune gehört. „Wir haben schon im Vorfeld der Übernahme eine Vereinbarung mit dem Staatlichen Bauamt getroffen“, sagt Speer. Demnach soll die Fahrbahn saniert werden, weil sie sich wegen Spurrillen und Rissen in einem schlechten Zustand befindet. „Sie ist fertig.“ Kein Wunder, angesichts der Verkehrsbelastung der vergangenen Jahrzehnte. Die Zusage der Behörde, die mit Ausnahme der Planungskosten das Vorhaben finanziert, liegt bereits vor.

Nichts dran an den Gerüchten

Erste Begehungen sind im Frühjahr geplant. Im Groben gibt es aber schon Vorstellungen, was passiert. Einige Stellen werden verschmälert, die Ampelanlage im Kreuzungsbereich am Rathaus soll verschwinden, die Vorfahrt dort anders geregelt werden. Im Rahmen der Dorferneuerung plant Speer parallel dazu, die Randbereiche rechts und links zu gestalten, ebenso wie die dann freien Flächen der abgebauten Ampel. Das allerdings wird nicht heuer umgesetzt. Ganz im Gegensatz zum Rückbau der Behelfsstraße am südlichen Ortsausgang. Seit der Eröffnung hat diese ausgedient. Derzeit misst sie eine Breite von sechs Metern, sagt Speer. Sie soll im Frühjahr auf rund dreieinhalb Meter verkleinert werden und dann als asphaltierter Wirtschafts-, Fuß- und Radweg bestehen bleiben.

Tankstelle: Beschilderung an Umgehung folgt

Beseitigen möchte der Bürgermeister dafür ein Gerücht, das im Ort kursiert: Dass bei der Umgehung erste Schäden zu beklagen seien. Mehrere Leute hätten ihn schon darauf angesprochen. Er kann sie beruhigen: „Alles ist intakt.“ Ansonsten kam ihm noch nichts Negatives zu Ohren. Auch nicht seitens der Geschäfte, die innerorts angesiedelt sind. Beispielsweise der V-Markt mit seiner Tankstelle. Er bleibt Auswärtigen, die die Umgehung nutzen, verborgen. Aber auch diesbezüglich wird reagiert. „An den Zufahrten kommen Schilder hin“, macht Speer deutlich – eben gerade wegen der Tankstelle. Einen Rückgang bei den Einkäufern konnte er ohnehin nicht beobachten, vielmehr sieht er den Vorteil: Früher sei es schwierig gewesen, vom Supermarkt wieder auf die B23 zu gelangen. „Man ist oft lange gestanden“, sagt der Rathauschef. „Das geht jetzt leichter.“ Eben, weil sich das Verkehrsaufkommen stark reduziert hat. Nur auf eines weist Speer ausdrücklich hin: „Im Ort wird kein Salz gestreut.“ Entsprechende Warnschilder wurden bereits aufgestellt. Auch das ist so eine Gewohnheitssache, wie die Ruhe in dem einst verkehrsgeplagten Saulgrub.

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