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Für die Gemeinde steht beim Rückbau der B23 der zentrale Dorfbereich am Rathaus im Fokus.

Arbeiten dauern bis zum Sommer

Saulgrub: Rückbau der B23 beginnt

Es ist es soweit: Der Rückbau der alten Bundesstraße 23 in Saulgrub beginnt am 19. März 2018. Als erstes wird an der Hauptkreuzung „aufgeräumt“. Die Arbeiten werden bis in die Sommermonate dauern.

Saulgrub – Eigentlich sollte es schon im Herbst losgehen. Doch der Startschuss musste aus terminlichen Gründen verschoben werden. Ein Umstand, mit dem Saulgrubs Bürgermeister Rupert Speer sehr gut leben kann. „So hatten wir den Winter über keine Baustellen.“ Die Dorfbewohner müssen sich nämlich auf einige Veränderungen einstellen, wenn die ehemalige Bundesstraße 23 zurückgebaut wird. Unter anderem gibt es eine Sperrung.

Die betrifft, wie der Bürgermeister erklärt, die nördliche Ortseinfahrt in Richtung Bad Bayersoien. Die Fläche wird als fester Lagerplatz für die Baumaterialien benötigt. Auch deshalb, weil Speer zufolge bei solchen Projekten heutzutage Bodenproben genommen werden müssen. Das bedeutet: Wer aus Soien nach Saulgrub will, muss über die neue Umgehungsstraße den weiteren Weg wählen.

Bis eine „normale“ Fahrt durchs gesamte Dorf wieder möglich ist, werden Monate vergehen. „Eigentlich sind es drei Maßnahmen in einem Projekt“, verdeutlicht der Bürgermeister. Den Rückbau teilen sich, wie berichtet, nämlich die Gemeinde und das Staatliche Bauamt in Weilheim. Letzteres übernimmt mit 900 Metern den Großteil der zu erneuernden Strecke. Die restlichen 300 Meter sind Aufgabe der Gemeinde. Ihr bleibt nicht weniger Arbeit, da es sich dabei um den zentralen Ortsbereich mit der Rathaus-Kreuzung handelt – auf dem am meisten passiert. Die Arbeiten beginnen damit, dass die gesamte Ampel-Anlage verschwinden soll. „Ab Mittwoch kann dann das Fräsen beginnen.“ Die Baustelle wird in den nächsten Monaten im Dorf wandern. Der Verkehr, beruhigt der Verwaltungschef, kann in dieser Zeit aber weiter rollen.

Klar ist bereits, dass die Straße im südlichen Bereich ab dem Bahnübergang von 7,50 auf 6,50 Meter verschmälert wird. Und dass auf Höhe des Gasthofs Post auf einer Länge von rund 40 Metern ein regulärer Bürgersteig mit einer Breite von rund 1,3 Metern entstehen soll. Wie das neue Saulgrub entlang der Ortsdurchfahrt einmal aussieht, steht aber noch nicht fest. Die „Feinarbeit“ liegt in den Händen der Teilnehmergemeinschaft für die Dorfgestaltung, die einiges zu tun bekommt. Noch hat eine entsprechende Versammlung nicht stattgefunden – weshalb sich Speer schwer tut, über Ideen oder einen Kostenrahmen zu sprechen.

Anders ist es beim eigentlichen Rückbau. Für die 1,2 Kilometer lange Strecke werden rund 400 000 Euro benötigt. Jeweils 200 000 Euro stehen für die Gemeinde und das Bauamt an. Dass die Kosten auf die Kommune zukommen, wusste sie seit Ende 2016. Damals feierte die Umgehungsstraße, für die über Jahrzehnte gekämpft wurde, Eröffnung. Seit einem Jahr herrscht also Ruhe im Ort. Gerade an Sonntagen, wenn viele Tagesausflügler unterwegs sind, merke man die Veränderung, sagt Speer. Es gibt es keine Kolonnen von Autofahrern mehr, die sich durch Saulgrub quälen.

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