Ein gutes Team: Der Hundeführer legt dem Tier eine Tragetasche an, mit dem es aus der Klamm geholt wird. foto: bergwacht
+
Ein gutes Team: Der Hundeführer legt dem Tier eine Tragetasche an, mit dem es aus der Klamm geholt wird.

Kurioser Einsatz der Bergwacht

Schäferhund aus der Höllentalklamm gerettet

Grainau - Kurioser Bergwacht-Einsatz: Die Grainauer Retter mussten einen Hund aus der Höllentalklamm holen. Er war sieben Meter in die Tiefe gestürzt.

Diesmal galt es für die sechs Retter keinen Menschen aus einer Notlage zu befreien, sondern einen Hund. „Schäferhund in Höllentalklamm gestürzt“ lautete die Meldung, die um 14.30 Uhr bei Einsatzleiter Andreas Pischl einging. Er alarmierte sofort die Kollegen von der Lawinenhundestaffel Hochland, „denn man weiß ja nicht, wie so ein Tier reagiert“, unterstreicht er. Vor allem nicht nach einem Sturz in sieben Metern Tiefe.

Das Tier war bei der Wanderung mit seinem Herrchen, einem Urlaubsgast, in der Klamm mit den Hinterläufen vom Steg abgekommen, aus dem Halsband gerutscht und in die Klamm gefallen. Doch die Sorge war unbegründet. „Er lag unten mit dem Kopf auf dem Sand und war ganz ruhig“, schildert der Einsatzleiter seine Beobachtungen. Ein Hundeführer aus Krün seilte sich zu dem Vierbeiner ab, legte ihm eine spezielle Tragetasche an und ließ sich schließlich zusammen mit dem Hund per Flaschenzug nach oben ziehen. „Es ist alles gut gegangen“, sagt Pischl erleichert.

Bis auf eine kleine Verletzung am Maul und am rechten Hinterbein überstand der Hund den Sturz glimpflich. Er konnte selbstständig mit seinem Besitzer ins Tal laufen. Für die Retter der Bergwacht und Hundestaffel war der Einsatz nach rund zweieinhalb Stunden beendet.

nine

Auch interessant

Kommentare