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Testbetrieb: Schilder für ein eingeschränktes Halteverbot stehen seit kurzem an der Dorfstraße in Riegsee, zum Beispiel gegenüber dem Kramerladen.

Verschärfungen können nicht umgesetzt werden

Schilder nicht geliefert: Neue Parkregeln gelten mit Verzögerung

Vor rund vier Monaten beschloss der Riegseer Gemeinderat, die Parkregeln an mehreren Stellen massiv zu verschärfen. Die ersten Schilder stehen allerdings erst seit kurzer Zeit. Der Grund dafür sind Lieferschwierigkeiten.

Riegsee – Es war vor dem Sommer, Ende April, als der Riegseer Gemeinderat entschied, Verbotsschilder am Aidlinger Badeplatz aufzustellen, die die Zufahrt für den allgemeinen Verkehr verbieten sollen – ausgenommen landwirtschaftliche Fahrzeuge. Die bis zu 100 Autos, die bei schönem Badewetter dort parkten, waren vor allem den Bauern ein Dorn im Auge.

Nun ist der Sommer beinahe wieder vorbei. Beschildert wurde dort aber bisher nicht. Das Ganze verzögerte sich, sagt Riegsees Bürgermeister Rudolf Kühn (Wählergemeinschaft Aidling). Der Grund: „Die Schilder wurden nicht geliefert.“ Erst vor kurzem sind sie nach Angaben des Rathauschefs angekommen.

Mancher Bürger könnte protestieren – spätestens, wenn er seinen ersten Strafzettel bekommt. „Das wird einen Aufschrei geben“, hatte der Rathauschef im April prophezeit. Doch am Aidlinger Badeplatz soll es Ausnahmeregeln in puncto Durchfahrt geben. Es ist geplant, dass bei der Gemeinde gegen eine Gebühr Berechtigungsscheine beantragt werden können.

An der Riegseer Dorfstraße stehen dagegen bereits erste Schilder. Ebenfalls im April hatte der Gemeinderat ein eingeschränktes Halteverbot von der Hausnummer 1 (südlicher Ortseingang) bis zur Nummer 32 (Kramerladen) beschlossen. Inzwischen läuft der Probebetrieb. Abwechselnd stehen die Halteverbotsschilder rechts und links der Straße, um dem Verkehr die Durchfahrt zu erleichtern.

Noch nicht sicher ist, ob die ursprünglich beschlossene absolute Halteverbotsregelung an der Kreisstraße bei Leibersberg hinfällig wird. Der Bereich ist sehr befahren. An so manchem Wochenende standen die Autos in Schlangen an der Straße. Auch geparkt wurde hier gerne. Und zwar in dem Bereich, in dem extra eine Regenwasserableitung installiert wurde, um Überschwemmungen zu vermeiden. Die Folge: Obwohl es in diesem Sommer nicht viel regnete, funktionierte die Ableitung nicht richtig. Schäden sind bereits entstanden „Der Bereich ist nun zum größten Teil abgesperrt“, sagt Kühn. Eine Leitplanke soll wahrscheinlich angebracht werden, um das Befahren zu verhindern. Die mache ein Halteverbot überflüssig.

Ursprünglich wollte man die Leitplanken-Option aufgrund des Landschaftsbildes nicht weiterverfolgen, betont Kühn. „Aber Sicherheit geht vor.“ Die Entscheidung, ob eine solche Begrenzung aufgestellt wird, liege jedoch in der Zuständigkeit des Staatlichen Bauamts Weilheim.

Magdalena Kratzer

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