Fahrer verschweigt Herkunft des Materials

Kombi voller Kupferschrott gestoppt

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Oberau - Interessanter Fund bei einer Kontrolle: Schleierfahnder entdeckten in einem gestoppten Wagen eine größere Menge Kupferschrott. Die Polizei hegt einen Verdacht. 

Eine größere Menge Kupferschrott haben Murnauer Schleierfahnder am Freitagvormittag in einem Kombi mit Wolfratshauser Zulassung entdeckt. Die Beamten stoppten den 61-jährigen Fahrer auf der Bundesstraße 2 im Ortsbereich von Oberau. Bei der Kontrolle stellten sie bei dem Mann neben Teilen einer Dachrinne, einem Schneefanggitter sowie einem Erdungskabel auch drei Pflanzentröge und einige Kupferkleinteile sicher. „Über die Herkunft der Gegenstände schwieg sich der Fahrer beharrlich aus“, berichtet Hauptkommissar Johannes Kufner. 

Da der 61-Jährige einschlägig vorbelastet ist, „erhärtet sich der Verdacht, dass die Gegenstände nicht im Einvernehmen mit den bisherigen Eigentümer ins Fahrzeug gelangten“. Wer die beschriebenen Gegenstände vermisst, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Fahndung in Murnau unter 0 88 41/6 17 60 zu melden. 

Durch die gestiegenen Rohstoff-Preise in den vergangenen Jahren ist Kupferschrott beliebt wie nie. Im Schnitt werden aktuell 3,30 Euro pro Kilo gezahlt. Da es keinen Qualitätsunterschied zwischen dem Primärkupfer, hergestellt aus dem Erz, und recycelten Metall gibt, ist die Aufbereitung von Kupfer ein lukratives Geschäft, das der Polizei zufolge auch immer wieder zwielichtige Gestalten auf den Plan ruft.

Rubriklistenbild: © dpa

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