Eine ganze Liste an Vergehen

Schleierfahnder ziehen fünf Iraner aus dem Verkehr

Garmisch-Partenkirchen - Die Insassen eines Pkw werden bei einer Kontrolle von der Polizei an der B2 aufgehalten. Nun müssen sie sich wegen mehreren Delikten verantworten.

Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz und noch einiges mehr: Viel ist zusammengekommen bei zwei weiblichen und drei männlichen iranischen Staatsangehörigen, mit Wohnsitzen in Deutschland und Italien, die die Schleierfahnder der Polizei auf der Bundesstraße 2 Mittwochnacht gegen zwei Uhr in Garmisch-Partenkirchen aus dem Verkehr gezogen haben.

Als die Beamten den Pkw mit einem ungültigem nordrhein-westfälischem Ausfuhrkennzeichen kontrollierten, gingen sie laut Werner Kraus, Leiter der PI Fahndung, schnell davon aus, dass „irgendetwas faul sein könnte“. Der 21-jährige Fahrer besaß keinen Führerschein, zudem steht er wegen eines aktuellen Haftbefehles wegen Unfallflucht auf der Fahndungsliste. Da er die Strafe bezahlen konnte, wurde von einer Inhaftierung abgesehen. Seine 25-jährige Schwester hatte die Kennzeichen besorgt und gilt somit als Halterin des Fahrzeugs. Sie wird wegen des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz angezeigt.

Die drei weiteren Mitreisenden haben gegen das Aufenthaltsgesetz verstoßen, da sie sich in Italien im Asylverfahren befinden und ohne entsprechende Reisepapiere nach Deutschland eingereist waren. Zum Teil sind die italienischen Papiere nicht mehr gültig. Eine 24-jährige Frau und ein 22-jähriger Mann sind von den österreichischen Behörden wegen Eigentumsdelikten zur Fahndung ausgeschrieben. Ein 28-Jähriger führte einen gefälschten iranischen Führerschein mit. Ihm droht ein Verfahren wegen Urkundenfälschung.

Nach Erledigung der polizeilichen Maßnahmen wurden die Personen wieder entlassen. Eine Weiterreise konnte nicht stattfinden, da sich die Gruppe erst neue Kennzeichen für den Pkw besorgen musste.

red

Rubriklistenbild: © dpa Symbolbild

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