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Zukunft ungewiss: der Bahnhalt Jägerhaus

Streit um Bahnverbindungen im Ammertal

Schonfrist für Jägerhaus

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Bad Kohlgrub - Die Haltstelle Jägerhaus bleibt noch ein Jahr bestehen. Notwendige Nachrüstung würde 120 000 Euro kosten.

1250 Unterschriften waren zusammengekommen, als Doro Sührig und ihre Mitstreiterinnen in Bad Kohlgrub und Umgebung Unterstützer suchten und fanden, die sich für einen Erhalt der Bahnstation Jägerhaus aussprachen. Die Deutsche Bahn begründet eine eventuelle Auflösung damit, dass die Haltestelle zuwenig genutzt wird. Zählungen, so heißt es von offizieller Bahn-Seite, hätten im Schnitt nur zehn Einstiege pro Tag ergeben. Wirtschaftlich sei es aber erst ab 100. Die notwendige Nachrüstung würde 120.000 Euro kosten – zuviel für eine Station, die sich nicht rechnet. Gute Nachrichten zum Thema Jägerhaus hatte Bürgermeister Karl-Heinz Reichert seinen Gemeinderäten und den zahlreichen Zuhörern in der jüngsten Sitzung zu verkünden.

 Nach einem Ortstermin und der folgenden Korrespondenz erklärte die Bahn, dass man um eine Ausnahmegenehmigung bei der übergeordneten Stelle des Konzerns nachgesucht habe. Somit bleibt der Haltepunkt zumindest bis zum Herbst 2017 bestehen. Einen Löwenanteil der notwendigen Investitionen für die gesetzlich vorgeschriebene Beleuchtung und eine digitale Fahrgast-Information will die Bahn im Falle eines Erhalts auf die Gemeinde Bad Kohlgrub umlegen. Wenn die Kommune bereit sei, 90 000 Euro zu übernehmen, würde das Unternehmen den Rest tragen. Ob die Kommune darauf eingeht, scheint fraglich. Eine staatliche Förderung, so merkte Bürgermeister Reichert an, könne dafür nicht abgerufen werden. Eventuell gehe über „Leader“ etwas, aber dies müsse erst noch abgeklärt werden. Der Rathauschef: „Wir haben jetzt erstmal Zeit gewonnen.“

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