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Eines der großen Projekte 2015: die Erneuerung der Zufahrt zum Sportplatz Altenau. 2016 stehen Restarbeiten und die finanzielle Abwicklung an.

Schulden- und sorgenfrei

Glückliches Saulgrub

Saulgrub - Keine Schulden, keine Sorgen: Saulgrub verabschiedet Haushalt 2016 und gibt richtig viel Geld aus. Die Bürger profitieren von der komfortablen Finanzlage.

Am meisten Spaß, sich Wünsche zu erfüllen? Dann, wenn man des Geld dazu hat, wenn keine Kredite notwendig sind, man sich keine Sorgen zu machen braucht. In dieser beneidenswerten Lage befindet sich Saulgrub. Die Gemeinde ist nicht nur schuldenfrei, sondern hat auch ein prall gefülltes Sparbuch. Deshalb fällt es ihr leicht, etwas für die Bürger zu tun. Der Haushalt 2016, den der Gemeinderat nun einstimmig verabschiedet hat, beinhaltet ein umfangreiches Investitionspaket. Eines, das noch nie derart groß war.

„Schon vergangenes Jahr war viel los“, sagt Bürgermeister Rupert Speer. 2016 gehe es aber richtig los. Das heißt: Innerhalb von drei Jahren hat sich der Vermögenshaushalt, in dem die Investitionen aufgeführt sind, verdreifacht: von 700 000 auf 2,4 Millionen Euro. „Wir wollen viel umsetzen“, erklärt Speer.

Der wichtigste Bereich – die Baumaßnahmen – umfasst Ausgaben von zwei Millionen Euro. Hinter dieser Summe steht eine Vielzahl von Einzelposten rund um die beiden Einheimischen-Modelle in Altenau und Saulgrub sowie die Erweiterung des Gewerbegebietes am V-Markt. Es geht um Grundstücks-Ankäufe, um die Wasserversorgung und den Bau von Straßen. „Das schlägt alles sehr zu Buche und macht den wesentlichen Teil vom Vermögenshaushalt aus.“

Zu den weiteren Investitionen gehörten der Ausbau der Internet-Breitband-Versorgung vor allem in Saulgrub, für die 400 000 Euro eingeplant sind. 80 Prozent dieses Betrags sind jedoch förderfähig. 100 000 Euro muss die Gemeinde zudem für ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr Altenau ausgeben. Die Dorferneuerung ist wieder Thema. „Derzeit wird mit der Teilnehmergemeinschaft diskutiert und geplant.“ Etwa 180 000 Euro werden aber für die nächsten Monate eingestellt. 70 000 Euro wird es außerdem kosten, die gesamte Straßenbeleuchtung im Gemeindegebiet auf LED umzustellen.

So groß das Investitionspaket auch für die kleine Gemeinde sein mag: Sie kann es problemlos stemmen – und das nicht nur wegen Zuschüssen von rund 700 000 Euro. Im vergangenen Jahr lief es unter anderem wegen guter Steuereinnahmen besser als gedacht. Außerdem hat sich zum Beispiel der Kauf des Feuerwehrautos verschoben. Unterm Strich braucht Kämmerer Ulrich Bertl lediglich 263 000 Euro aus den Rücklagen entnehmen.

„Das ist natürlich sehr beruhigend, so zu arbeiten“, betont Speer. Zugleich erklärt er: „Aber kein Grund für uns, übermütig zu werden.“ Auch wenn die Situation freilich Begehrlichkeiten weckt – weniger im Gemeinderat als bei den Bürgern.

Für sie wird 2016 wahrlich ein Jahr, in dem viel passiert. Und im Herbst erfüllt sich dann, wenn die Ortsumfahrung Saulgrub fertiggestellt ist, ganz nebenbei ein seit Jahrzehnten gehegter Herzenswunsch. Was im kommenden Jahr mit der B 23 passieren soll, ist schon heuer Thema. Für die Planung des Rückbaus sind 20 000 Euro im Etat eingestellt.

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