Hammer-Urteil im Diesel-Skandal gegen VW: BGH-Entscheidung ist gefallen

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Schutzdamm muss dringend saniert werden

Wallgau - Noch hält er aber wie lange noch? Wennd er Schutzdamm am Wallgauer Trinkwasserbrunnen bricht, besteht akute Gefahr für das Trinkwasser. Deshalb ist schnelles Handeln gefragt.

Vor sechs Jahren einigten sich Gemeinde und Wasserwirtschaftsamt Weilheim (WWA) auf der einen und Naturschutzbehörde und -verbände auf der anderen Seite auf einen Kompromiss: Der Wallgauer Trinkwasserbrunnen an der Auhütte sollte einen Schutzwall erhalten. Hierzu wurde an der Isar auf einer Länge von zirka 400 Metern tonnenweise Kies aufgeschüttet. Inzwischen hat sich das Wasser aber an manchen Stellen regelrecht durchgefressen.

Zeit zum Handeln - finden sowohl die Gemeindevertreter als auch das WWA. „Wir sollten es möglichst zügig machen“, empfiehlt Johannes Riedl, der zuständige Sachgebietsleiter der Weilheimer Behörde. Denn das nächste Hochwasser kommt bestimmt. Vor zehn Tagen erst schwoll der Wildfluss unterhalb des Wallgauer Isarstegs bedrohlich an. Inzwischen hat sich die Situation zwar wieder entspannt, trotzdem fordert Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU) ein rasches Vorgehen. „Der Kies muss raus“, stellt der Rathauschef klar. Im Gemeinderat ging er nun auf die Problematik nochmals näher ein. So kam Zahler auf die beiden jüngsten Spülungen am Krüner Wehr zu sprechen. „Dabei wurde anscheinend mehr Kies umgewälzt, als die Fachleute eigentlich gemeint hatten.“ Er spricht in diesem Zusammenhang von bis zu 50 000 Kubikmeter. Und lagern sich diese Unmengen von Geröll an der falschen Stelle ab, könnte sich der Isarlauf Richtung Osten, also zum Trinkwasserbrunnen hin, verschieben. „Da müssen wir am Ball bleiben“, mahnte deshalb auch Gemeinderat Sepp Berwein (CSU).

Dass die Lage an der Isar nach den Niederschlägen nicht zu unterschätzen sei, beweist für Zahler der - private - Besuch des ehemaligen WWA-Chefs Peter Frei, der inzwischen im Bayerischen Umweltministerium arbeitet. Mit ihm habe er am Isarsteg vor einigen Tagen ein längeres Gespräch geführt.

Wasserbau-Experte Riedl wiederum bestätigt, dass in der kommenden Woche ein Treffen mit Vertretern der Oberen und Unteren Naturschutzbehörde stattfinden soll, um das weitere Vorgehen vor Ort zu diskutieren.

Dass in der hochsensiblen Schutzzone an der Auhütte Handlungsbedarf besteht, darüber sind sich alle einig - die Frage ist nur: Wann wird der brüchige Damm ausgebessert? Riedl würde am liebsten gleich loslegen. Zumal an manchen Stellen der zwei Meter hohen und rund zehn Meter breiten Kiesaufschüttung „bis zu zwei Drittel“ weggespült worden seien.

Die Kosten für die Ausbesserung trägt übrigens der bayerische Steuerzahler. Denn da es sich bei der Isar bekanntlich um ein sogenanntes Gewässer erster Ordnung handelt, muss der Freistaat diese kosmetische Operation komplett finanzieren. Den leidgeprüften Wallgauern kann’s nur recht sein.

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