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Freuen sich auf die Abschlussfeier vor dem Dorfladen: (v. l.) die Teilnehmer und Organisatoren der Aktion „Stadtradeln“, Anja Klenk mit Sohn Samuel, Bürgermeister Hubert Mangold, Regionalmanagerin Lisa Loth, Stefanie Berwein (Zugspitz Region GmbH), Klimaschutzmanager Florian Diepold-Erl, Peter Hopf, Philipp Zehnder (Umwelt- und Mobilitätsbeauftragter der Marktgemeinde Murnau) und Hejna Zdenek. 

Ein kleines Dorf ganz groß

Aktion „Stadtradeln“: Die Kilometer-Könige kommen aus Grafenaschau 

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Die kleine Gemeinde Grafenaschau zählt zwar nur etwas über 500 Einwohner.  Dennoch hat sie mit ihrem Team bei der landkreisweiten Aktion „Stadtradeln“ die Nase vorn.

Grafenaschau – Das kleine Grafenaschau mit seinen gerade mal etwas über 500 Einwohnern kommt beim Umweltschutz ganz groß raus – und nimmt eine Vorreiterrolle ein. Der beschauliche Ortsteil der Gemeinde Schwaigen am nördlichen Rand des Murnauer Mooses ist nämlich unangefochtener Spitzenreiter bei der landkreisweiten Aktion „Stadtradeln“, die die Zugspitz Region GmbH heuer im Zuge einer bundesweiten Kampagne zum dritten Mal organisiert hat.

Die 34 Mitglieder des „Teams Grafenaschau“ strampelten seit dem Auftakt Mitte Juni bereits über 8000 Kilometer runter – eine beachtliche Leistung. „Das muss man erstmal schaffen“, befand Lisa Loth, Regionalmanagerin der besagten Landkreis-Gesellschaft, im Rahmen eines Pressegesprächs, das gestern im Rathaus von Schwaigen stattfand. Mit dieser Top-Leistung liegen die Kilometer-Könige aus Grafenaschau uneinholbar auf Platz eins. Am kommenden Samstag, 13. Juli, wird daher bei ihnen gefeiert – in Form einer Abschlussveranstaltung samt Siegerehrung vor dem Dorfladen.

Insgesamt beteiligten sich in diesem Jahr mehr als 600 Radfahrer, aufgeteilt auf 75 Teams, an der Initiative – und sammelten bislang 57 000 Kilometer. „Damit wurden 8000 Kilo CO2 eingespart“, erläutert Loth.

Beim „Stadtradeln“ steht weniger der Wettkampfgedanke im Vordergrund. Die Teilnehmer treten vielmehr für den Klimaschutz, die Lebensqualität in ihrer Kommune und für die eigene Gesundheit in die Pedale. Jeder zurückgelegte Kilometer, alleine oder in der Gruppe, zählt und kann gemeldet werden – egal ob zur Arbeit, in die Schule oder in der Freizeit. Das verkehrspolitische Ziel ist klar: „Wir wollen weg vom Auto“, sagt Florian Diepold-Erl, Klimaschutzmanager des Landkreises. Es gehe darum, die Bürger zu animieren, gerade bei Kurzstrecken das Auto stehen zu lassen und auf den Drahtesel umzusteigen. Dies führe vor allem in den beiden Hauptorten Garmisch-Partenkirchen und Murnau zu einer Verkehrsentlastung. Daher werde konsequent in das Radwegenetz investiert.

Auch Schwaigens Bürgermeister Hubert Mangold, der selbst beim Gewinnerteam fleißig mitradelt, ist Feuer und Flamme: „Das ist eine super Sache.“ Nebenbei werde das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. Der Rathaus-Chef hofft, dass die Euphorie auch nach der mehrwöchigen Aktion anhält – und schlägt regelmäßige Treffen und Ausflüge vor.

Stellt sich nur die Frage, warum gerade Grafenaschau eine regelrechte Radfahrer-Hochburg ist. Zum einen hat sich, wie bei dem Pressegespräch zu erfahren war, eine Gruppendynamik entwickelt. „Wir sind das sportlichste Dorf“, schmunzelt Mangold. Und zum anderen spielte wohl auch der Umstand eine Rolle, dass das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs in der kleinen Ortschaft nicht gerade üppig ist.

Die Abschlussfeier mit Siegerehrung der Aktion „Stadtradeln“ findet am Samstag, 13. Juli, in Grafenaschau vor dem Dorfladen statt. Beginn ist um 11.30 Uhr. Die Straße davor wird gesperrt. Unter allen Teilnehmern wird als Hauptpreis ein hochwertiges Bike verlost. Auf die Besucher wartet ein buntes Programm. Zum Beispiel werden ein Radparcours und eine Ausstellung mit historischen Fahrrädern angeboten. Im Vorfeld gibt es außerdem eine Sternfahrt, die in Mittenwald, Ettal und Riegsee startet.

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