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Bürgermeister Hubert Mangold weist auf diesem Archivbild auf die verheerenden Verwüstungen hin, die die Mure am Hechendorfer Berg bei Grafenaschau angerichtet hat.

Geröllmassen am Hechendorfer Berg

Aufforstung soll Mure zähmen

Gegenwärtig hält sie der Frost im Zaum, doch ob sie in den kommenden Monaten ihren Weg in Richtung Tal fortsetzen wird, steht in den Sternen. Seit über zwei Jahren bereitet die Mure am Hechendorfer Berg, die mittlerweile etwa 60 Hektar Fläche umfasst und unzählige Bäume unter sich begraben hat, dem Gemeinderat Schwaigen großes Kopfzerbrechen.

Grafenaschau – Es ist ein großes Problem, dass die Geröllmassen bereits mehrfach die Gemeindeverbindungsstraße von Grafenaschau nach Eschenlohe mit rutschigem Lehm überflutet haben. Nun informierte Bürgermeister Hubert Mangold (parteifrei) das Gremium über den aktuellen Sachstand in dieser Angelegenheit. So fand im Umweltministerium ein Treffen mit ihm, dem Anwalt der Gemeinde und Vertretern zuständiger Fachbehörden statt. „Ich habe dabei unterstrichen, dass an dem Hang über zwei Millionen Kubikmeter unterwegs sind, die wir unmöglich aufhalten können. Auch haben wir Fotos gezeigt, wie die Mure die Bachläufe verändert hat“, sagte Mangold. „Da hat sich dann einiges gedreht“, kommentierte er die Meinungsbildung der Behördenvertreter. Er habe vorgeschlagen, dass sich die Verantwortlichen bei einer Ortsbegehung ein Bild vom Ausmaß der Schäden machen sollten, erklärte das Gemeindeoberhaupt. Diese Begehung sei am 8. Dezember erfolgt.

Einer der nächsten Schritte sei nun, die betroffenen Flächen mit einer behutsamen Aufforstung mittelfristig zu stabilisieren. Mit einigen gezielten Maßnahmen will die Gemeinde überdies die Gefahren, die die Mure für die Autofahrer auf der Verbindungsstraße birgt, minimieren. So soll künftig stärker kontrolliert werden, dass künftig nur mehr wirkliche Anlieger diese Strecke benutzen – „und keine Münchner, die dem Stau auf der Autobahn ausweichen wollen“, wie der Bürgermeister bemängelte. Zudem werden eine Reduzierung der gefahrenen Geschwindigkeit und die Vollsperrung bei Überflutung der Fahrbahn die Sicherheit erhöhen. Wie von Mangold weiter verlautete, hat die Kommune eine entsprechende Beschilderung bereits angeschafft.

Einstimmig billigte der Gemeinderat diese Vorgehensweise. Doch auch rund um die Mure selbst tut sich einiges: „Gegenwärtig prüft das Wasserwirtschaftsamt Weilheim die Sediment-Ablagerungen der Mure auf eine Schadstoffbelastung“, erklärte der Bürgermeister. Auch müsse geklärt werden, ob die Durchlässe an der Straße ausreichten. Zudem sei, so der Rathaus-Chef weiter, der Eschenloher Architekt Anton Schönach von der Behörde mit der Planung eines Sandrückhaltebeckens unterhalb der Mure beauftragt worden.

Heino Herpen

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