Gericht entscheidet: Abgeschobener Sami A. muss nach Deutschland zurückgeholt werden

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Arbeiter am Werk: In Grafenaschau haben die Bürger Bedarf an Bauplätzen.

Projekt an der Lindachstraße in Grafenaschau

Erster Schritt zum Neubaugebiet

Bauwillige dürfen sich freuen: Der Gemeinderat Schwaigen hat den Plan-Vorentwurf für ein neues, etwa 20 000 Quadratmeter großes Neubaugebiet an der Lindachstraße auf den Weg gebracht. Es umfasst 19 Einzelparzellen. Die Papiere sollen in Kürze erstmals öffentlich ausgelegt werden.

Grafenaschau – Dem einstimmig gefallenen Beschluss vorausgegangen war die sechste Änderung des Flächennutzungsplans für den betroffenen Bereich. „Wir wollen damit ein nachhaltiges Baugebiet entwickeln“, kündigte Bürgermeister Hubert Mangold (parteifrei) an. „Der Einheimischenbedarf ist vorhanden. Wir haben schon einige Anfragen. Über ein halbes Dutzend Personen hätten gern einen Bauplatz.“

Überdies wolle die Gemeinde auf dem Areal selbst ein soziales Wohnbauprojekt verwirklichen – zunächst in Form eines Mehrfamilienhauses mit vier bis sechs Wohneinheiten. „Es gibt auch bei uns Altersarmut und Studenten, die sich keine teure Wohnung leisten können“, erklärte er dazu. „Zudem wollen wir uns nicht den anerkannten Flüchtlingen verwehren.“ Wie von dem mit dem Projekt beauftragen Architekten Clemens Böhmer aus Bad Kohlgrub, der der Sitzung beiwohnte, zu erfahren war, erschließt das Projekt für die Gemeinde neue, interessante Spielräume. So könnten Bauwillige beispielsweise zwei Parzellen zu je 330 Quadratmetern Fläche erwerben und darauf ein Doppel- oder ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung errichten. „Auch gibt es die Möglichkeit, auf 990 Quadratmetern ein Mehrgenerationenhaus zu bauen“, sagte der Planer. Maßgebend bei der Festlegung der Dachneigung soll die Ortsgestaltungssatzung sein, die 20 bis 26 Grad erlaubt – da war sich das Gremium einig. Bei Nebengebäuden wie Garagen sind dem Regelwerk zufolge auch Pult- und begrünte Flachdächer möglich.

Bei seiner Sitzung Ende September hatte sich der Gemeinderat für eine H-Lösung bei der Straßenführung entschieden „Der Vorteil gegenüber einer Sackstraßenlösung ist, dass wir das Gebiet später in jede Richtung weiter entwickeln können“, unterstrich Mangold. „Das ist die perfekte Lösung“. Nur der bei der aktuellen Sitzung nicht anwesende Georg Fischer (GfG) habe sich für die Sackstraßen stark gemacht. Die Fahrbahnbreite werde 4,50 Meter betragen – nebst 75 Zentimeter breitem Grünstreifen auf beiden Seiten.

Brigitte Jais (GfG) wollte wissen, ob es sich dabei um eine Einbahnstraße handele, was Mangold verneinte. Bei der Ausrichtung der Dachfirste gab das Gremium einer gemischten Variante mit Ost-West und Nord-Süd den Vorzug. „Sonst schaut es aus wie bei einer Kaserne“, warf der Rathauschef ein. Pro Wohneinheit sind zwei Stellplätze vorgesehen, wozu auch Garagen zählen. Ebenso wurde für die Bepflanzung der Grundstücke eine Regelung beschlossen: So müssen pro Parzelle zwei Obstbäume gesetzt werden. „Auf diese Weise sinkt der Bedarf an Ausgleichsflächen um ein Drittel“, erklärte Mangold.

Wie von Franz Widmann, Bauamtsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Ohlstadt, zu erfahren war, werden die Pläne nach der Einarbeitung einiger Änderungen voraussichtlich ab Freitag, 20. Oktober, für vier Wochen sowohl im Ohlstädter als auch im Grafenaschauer Rathaus öffentlich ausgelegt – in Letzterem jeweils montags und donnerstags von 14 bis 17 Uhr.

Heino Herpen

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