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Künftiger Ortsmittelpunkt: der Dorfladen.

Letzte Arbeiten

Dorfladen Grafenaschau öffnet bald

Der große Tag naht: In rund drei Wochen werden die Bürger erstmals im Grafenaschauer Dorfladen einkaufen können.

Grafenaschau – Es ist schon erstaunlich. Jahrelang ging die Entwicklung dahin, dass kleine Läden aus der Ortsmitte verschwanden und auf der grünen Wiese Supermärkte und Discounter aufmachten. Doch inzwischen gibt eine gewisse Gegentendenz. So machten etwa in Bad Bayersoien und Habach Dorfläden auf. In Grafenaschau wird dies in ein paar Wochen der Fall sein. Am Mittwoch, 8. August, werden die Bürger erstmals in dem Geschäft einkaufen können. Für Freitag, 10. August, ist die offizielle Eröffnung geplant.

Schwaigens Bürgermeister Hubert Mangold (parteifrei) freut sich, dass der Startschuss absehbar ist. Er sei gerade „nur“ mit dem Dorfladen beschäftigt, erzählt er. Handwerker kommen und gehen, zukünftige Lieferanten geben sich die Klinke in die Hand. „Wir wollen so viel wie möglich aus der Region beziehen“, sagt Franziska Höck, Geschäftsführerin des Dorfladens. Es geht also um kurze Wege, „damit die Waren nicht durch ganz Deutschland gefahren werden müssen“. Ins selbe Horn stößt der Rathauschef: „Wir wollen die Region stärken.“

Den finanziellen Grundstock des Projekts bilden derzeit sechs Gesellschafter und 75 stille Teilhaber, die bisher in das Vorhaben gut 75 000 Euro eingebracht haben. „Aber es kommen laufend welche dazu“, wie Mangold mitteilt. Bis zur Eröffnung können noch Anteile gezeichnet werden. Der Bau schlägt mit rund 1,3 Millionen Euro zu Buche. Das Ziel klingt ambitioniert: Man rechnet mit einem Jahresumsatz von 500 000 Euro, um in die Gewinnzone zu gelangen. Geschäftsführerin Höck wird 25 Stunden in der Woche tätig sein, hinzu kommt eine 40-Stunden-Kraft sowie 450-Euro-Personal beziehungsweise solches, das in Teilzeit arbeiten wird. Die Öffnungszeiten sind lang: Von Montag bis Mittwoch wird der Dorfladen von 6.30 Uhr bis 18 Uhr zugänglich sein, samstags von 6.30 Uhr bis 13 Uhr.

Doch bis zum Auftakt ist noch einiges zu tun. Der Stromanschluss ist zu machen, dies trifft auch auf die Außenanlagen zu. Bodenleger, Fliesenleger und Maler sind gerade am Werkeln. Am Montag wird die Inneneinrichtung geliefert, also zum Beispiel die Regale und die Verkaufstheke. Das Gerüst ist bereits abgebaut. Der Laden wird nicht nur eine Heißtheke und eine Sitzecke bekommen, sondern auch eine Terrasse im Außenbereich.

„Da können sich die Besucher in Ruhe zusammensetzen und sich unterhalten“, hatte Mangold bereits um den Jahreswechsel dargelegt. Das Geschäft ist also nicht nur zum Einkaufen gedacht, sondern auch als sozialer Treff und künftiger Dorfmittelpunkt. In dem Haus soll zudem ein Infozentrum entstehen, in dem touristische Themen beleuchtet werden. Die Fertigstellung ist laut Mangold für „Ende des Jahres“ vorgesehen. Die Wohnung im ersten Stock soll ab 1. September vermietet werden.

Der Gemeinderat trifft sich am Montag, 16. Juli, um 19.30 Uhr zu seiner nächsten Sitzung. Im Zentrum steht der Dorfladen. Es geht um die Angebotspreise für die neue Ausschreibung des Gewerks Außenanlagen und die Genehmigung der Vergabe der Gewerke Erdarbeiten und Kanalarbeiten. Auch die Eröffnung und das dazugehörige Fest sind Thema. Zudem gibt es einen Bericht über die Unwetter am 20. Mai und 31. Mai.

Roland Lory

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