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Das Führungsteam: Bürgermeister Hubert Mangold (Mitte) mit seinem Vize Markus Jais (l.) und dem Dritten Bürgermeister Franz Wohlketzetter.

Erste Sitzung des neuen Schwaigener Gemeinderats

Ein Trio an der Rathaus-Spitze: Zwei Stellvertreter für Bürgermeister Hubert Mangold

Schwaigen ist zwar klein, muss aber anspruchsvolle Projekte wie die Entwicklung des ehemaligen Lindenhof-Areals stemmen. Nun nahm der neue Gemeinderat seine Arbeit auf. Die Vertreter von Bürgermeister Hubert Mangold sind Markus Jais und Franz Wohlketzetter.

Grafenaschau – Wenn das keine Frischzellenkur ist: Bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates Schwaigen wurden nicht weniger als fünf neue Mitglieder in das neunköpfige Gremium eingeführt. Nun trafen sich die Entscheidungsträger erstmals nach den Wahlen im Grafenaschauer Mehrzweckhaus, um das übliche Prozedere abzuarbeiten, wozu unter anderem die Wahl und Vereidigung des Zweiten und des Dritten Bürgermeisters sowie der Erlass der Geschäftsordnung gehörten.

Sie dürfen künftig nicht nur von der Zuhörerbank aus die Sitzungen verfolgen, sondern aktiv an der Kommunalpolitik mitwirken: Johann Probst junior (LOS), Cornelia Brunn, Victoria Mahr-Hofherr, Tobias Daiberl und Hans Georg Geigl (alle UVV). Bürgermeister Hubert Mangold (parteilos) freute sich über die Vielfalt der Berufe im neuen Rat: „Da sind Männer und Frauen dabei, Studierte, Arbeiter und auch ein Landwirt.“ Bei der Wahl des Zweiten Bürgermeisters zeigte sich das Gremium wie schon oft in gewohnter Einigkeit: Mit 9:0 Stimmen entschied es sich für Markus Jais (UVV). Er sei gern bereit, diesen Posten zu übernehmen, wenn es ihm zeitlich möglich wäre, hatte Jais zuvor versichert: „Nur wenn es nachmittags um drei ist, wäre es nicht so günstig. Aber wenn ich es rechtzeitig weiß, dann ist es kein Problem.“ Auf Mangolds Empfehlung hin wurde mit Franz Wohlketzetter (LOS) der Dritte Bürgermeister bestimmt. Dieser hatte bisher als Mangolds Stellvertreter agiert. „Wir haben zwar in der letzten Amtsperiode keinen Dritten gehabt, sind aber damit besser aufgestellt“, begründete der Rathauschef sein Ansinnen. Es folgte die Vereidigung ohne den üblichen Handschlag – coronabedingt. „Aber es gilt trotzdem“, schmunzelte der Bürgermeister.

Einmütig wurde eine Anhebung des Sitzungsgeldes von 15 auf 25 Euro beschlossen – dem Beispiel anderer Orte wie beispielsweise Ohlstadt folgend, wo die Ratsmitglieder ihr Honorar kürzlich von 25 auf 35 Euro aufgestockt hatten, wobei die Entscheidung dafür mit 10:7 Stimmen nicht so eindeutig ausgefallen war. Mit einer eher trockenen Materie hatten sich die Volksvertreter beim Erlass der umfangreichen Geschäftsordnung zu befassen. So musste etwa die Zuständigkeit bei grundbuchrelevanten Rechtsgeschäften neu geregelt werden. Laut Beschluss soll zudem eine Info-Tafel, die sich bisher am Kirchstadel befand, in Richtung Dorfladen verlegt werden. Die Zahl der Sitze in den beiden Ausschüssen wird nach dem Mehrheitsprinzip festgelegt: Die UVV erhält jeweils zwei, die LOS einen.

Bei der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Ohlstadt werden Hubert Mangold als Erster Bürgermeister und Markus Jais als sein Vize ihre Gemeinde vertreten, weiteres Mitglied ist Franz Wohlketzetter, seine Stellvertreterin ist Cornelia Brunn (UVV). Am heutigen Freitag um 16 Uhr werden die scheidenden Ratsmitglieder Christoph Weber (GfG), Brigitte Jais (GfG), Marianne Lutz (LOS) und Johann Demmel senior (LOS) bei einer Klausur im Infozentrum über dem Dorfladen verabschiedet. Der Platz des im Mai 2018 verstorbenen Georg Fischer (GfG) war seinerzeit nicht durch einen Nachrücker eingenommen worden.

Überdies soll bei der Zusammenkunft ein Seniorenbeauftragter für das Dorf gewählt werden, der nicht unbedingt aus den Reihen des Gemeinderates kommen muss.

Heino Herpen

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