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Film-Vater mit Film-Tochter: Wolfgang Fierek hält Christine Eixenberger im Arm.

Besuch am Filmset

„Marie fängt Feuer!“: Fierek und Eixenberger drehen wieder 

Teil drei ist in Arbeit: Für die ZDF-Produktion von „Marie fängt Feuer“ gastierten Wolfgang Fierek und Christine Eixenberger wieder in der Region. Und die hat für die Hauptdarstellerin ein besonderes Flair.

Grafenaschau – Es ist Freitagabend, punkt 21 Uhr. Für das Team am Filmset in Grafenaschau bedeutet das Mittagspause. Über Funk werden alle Mitarbeiter zum Essen fassen zitiert. Man liegt genau in der Zeit, denn der Drehplan ist gut getaktet. Bis zwei Uhr morgens soll es heute gehen. In dem kleinen Ort ist es der letzte Tag für die Crew um die Produktion „Marie fängt Feuer“. Nach fast drei Wochen zieht man nun weiter in die angrenzenden Gemeinden.

Genau wie im vorigen Jahr, als in der Region die ersten beiden Teile gedreht wurden, türmen sich Koffer und technisches Equipment vor und in dem großzügigen Einfamilienhaus, der Wohnstätte von Maries Filmeltern. Die Hauptstraße, die in den Ort führt, ist gesäumt mit den blauen Transportern der Filmbaufirma und den Autos der Teammitglieder. Über 50 Mitarbeiter sind in der nahen Gemeinde Bad Bayersoien untergebracht. Es ist ein enormer Aufwand, einen Film zu drehen. Damit die Arbeiten der dritten und vierten Folge unter der Dachmarke ZDF-Herzkino wie geplant am 4. August beendet werden können, müssen alle Rädchen ineinandergreifen. „Im Team muss man sich aufeinander verlassen können“, bestätigt Wolfgang Fierek, der die Rolle von Maries Vater Ernst spielt.

Am Set scheint das bestens zu funktionieren. Die ersten beiden Teile im vorigen Jahr waren ein großer Erfolg. Das schreibt man der Authentizität der Schauspieler zu. „Man hat es uns abgenommen“, erklärt Hauptdarstellerin Christine Eixenberger. „Ich denke, wir erzählen eine recht ehrliche, bodenständige Geschichte mit Leuten, die man auch aus dem eigenen Umfeld kennt. Und mit Konflikten, die in jeder Familie auftreten können.“

Eixenberger ist in Schliersee aufgewachsen und kennt das Dorfleben. Doch für sie besitzt die Region um Garmisch-Partenkirchen ein ganz besonderes Flair. „Es sind die kleinen Dinge, die du nur hier findest. Und die Leute in Grafenaschau und Umgebung sind verdammt sympathisch.“ Ihr gefällt es so gut, dass sie an drehfreien Tagen oft einfach dableibt. Dann geht sie aufs Hörnle oder radelt zum Bayersoier See. In den kurzen Drehpausen ist jedoch keine Zeit, die Umgebung zu genießen.

Fierek kennt die Gegend gut. „Hier ziehe ich immer meine Motorradtouren durch.“ Und in Grafenaschau hat er sogar ein besonderes Déjà-vu. Denn vor 40 Jahren drehte er hier seinen ersten Film „Idole“ mit Klaus Lemke. Zeit, sich in den kurzen Drehpausen an der Gegend zu erfreuen, nimmt er sich nicht. Er nutzt diese, um zu telefonieren und seinen Text durchzugehen. „Ich bin schließlich zum Arbeiten hier“, betont er. „Ich trenne das ganz stark von meiner Freizeit.“

Sollten die Einschaltquoten der neuen Teile genau so hoch sein wie vergangenes Jahr, haben die Schauspieler gute Chancen, wieder zu kommen. Und wenn der Eigentümer zustimmt, drehen sie auch wieder in dem Haus in Grafenaschau. Wie die neuen Folgen heißen und wann sie im ZDF ausgestrahlt werden, steht noch nicht fest. Voraussichtlich aber noch im Winter dieses Jahres.

Beate Berger

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