Schwimmbad-Parkplatz: Fischer erinnert an Gemeinderat - MSC fordert Ersatzfläche

Ohlstadt - Es ist Ruhe eingekehrt am Schwimmbad-Parkplatz in Ohlstadt. Vorerst.

Noch bis 28. August können die Besucher nicht nur die reguläre Stellfläche nutzen, sondern dürfen ihre Autos auch auf dem vom Motorsport Club Ohlstadt gepachteten Gelände parken. Danach beginnt für die Kartfahrer wieder das Training - der Bauzaun bleibt geschlossen.

„Mir tun ja auch die Schwimmbadgäste leid“, sagt Kartreferent Klaus Müller. „Ich habe auch gar kein Problem damit, wenn unser Platz in den ersten vier Ferienwochen geöffnet ist.“ Doch sobald das Training beginnt, kann er auf den Besucherandrang im Freibad keine Rücksicht mehr nehmen. „Wenn wir Autos am Vormittag drauf lassen, kriegen wir sie Nachmittags nicht mehr runter“, weiß der Ohlstädter.

Bürgermeister Anton Fischer zeigt Verständnis dafür, dass spätestens im September die Fläche allein in der Hand des MSC liegt. Weniger nachvollziehen kann er, warum sich der Verein im Juni, Juli und August querstellt. Denn hier gibt es im Vertrag die Einschränkung, dass die Gemeinde im Bedarfsfall das Tor öffnen kann. „Wir halten uns an den Vertrag“, meint er. Da es laut Fischer „bereits im vergangenen Jahr zu Unstimmigkeiten“ zwischen Gemeinde und Verein kam, habe es Anfang des Jahres eine Besprechung zur Nutzung der Fläche gegeben. An dieser nahmen die Mitglieder des Bau- und Grundstücksausschusses sowie Vertreter des MSC Ohlstadt - Müller, Vorsitzender Simon Krapf und Zweiter Vorsitzender Andreas Weber - teil. Darauf aufbauend „wurde im Februar im Gemeinderat beschlossen, dass der Bürgermeister bei zweifelhafter Witterung entscheiden kann, wann das Tor geöffnet wird“. Außerdem habe der MSC auf Wunsch der Räte jeweils „im Frühjahr eines Jahres einen Trainings- und Wettkampfplan vorzulegen“.

„Das machen wir nicht“, entgegnet Müller. „Wir trainieren, wann es nötig ist.“ Zudem gehe der Bürgermeister anscheindend davon aus, „dass er den Parkplatz an den anderen Tagen nutzen“ könne. Das aber gestaltet sich problematisch: „Es gibt Besucher, die das Auto abstellen und ein paar Tage mit dem Radl unterwegs sind.“ Dann ständen die Fahrzeuge auch mal länger da. „Und wir haben das Problem“, unterstreicht Müller.

Er fordert den Ersatzparkplatz - der sowieso im Pachtvertrag festgelegt ist - damit die Freibad-Besucher genügend Stellflächen vorfinden. Der Kartreferent hofft, dass der Bürgermeister „so vernünftig ist und ein paar tausend Euro dafür in die Hand nimmt“.

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