SCR-Torhüter-Duo ist fix: Wild bleibt, Huber kommt aus Passau

Garmisch-Partenkirchen - Gestern um kurz vor 12 Uhr hatte Ralph Bader Gewissheit. Via Telefon bekam der Manager des SC Riessersee Grünes Licht von Hardi Wild.

Der Eishockey-Torwart wird auch in der kommenden Zweitliga-Saison bei den Weiß-Blauen zwischen den Pfosten stehen. Damit ist das Goalie-Gespann perfekt. Denn schon kurz zuvor hatte Daniel Huber, zuletzt Keeper beim Oberligakonkurrenten Passau Black Hawks, seinen Vertrag unterschrieben. „Das ist die optimale Lösung für uns“, freut sich Bader.

Vor allem ist es für ihn die einfachste, denn wenn Wild seine Karriere beendet hätte, dann hätten sich alle Planungen verschoben. „Nun haben wir zwei gute Torhüter, die man ohne Bedenken einsetzen kann.“

Seit Wochen sind Bader und Wild im Gespräch. Der 31-Jährige möchte in Zukunft kürzer treten. „Ich habe mich schon lange für meinen Beruf entschieden. Das geht vor“, sagt der Garmisch-Partenkirchner, der erfolgreich seine eigene Kaffeerösterei betreibt. Die Doppelbelastung in der zweiten Liga ist ihm zu groß. „Das Training ist nicht das Problem. Was mich abschreckt, sind die weiten Auswärtsfahrten.“ Deshalb hat er von Anfang an Wert darauf gelegt, einen zweiten, gleichwertigen Torhüter neben sich zu haben, „mit dem man sich abwechseln kann“.

Diesen Wunsch hat ihm Bader erfüllt. „Ich finde es klasse, das der Hardi weitermacht.“ Nachdem sich Kapitän Sepp Lehner zur Ruhe gesetzt hat und auch hinter den Routiniers Andreas Raubal und Tim Regan noch Fragezeichen stehen, sei er als Führungsspieler ein wichtiger Mann im Kader.

Einfach hat sich Wild die Entscheidung nicht gemacht. „Wenn ich spiele, dann will ich es gescheit machen. Und das geht nicht, wenn mir alles zu viel wird.“ Die Voraussetzung, beides unter einen Hut zu bringen, sollte nun geschaffen sein. „Ich denke, es ist die perfekte Lösung. Wir können die Last auf zwei Schultern verteilen.“

Huber dagegen hat nicht lange überlegen müssen, als ihn am Montagnachmittag der Anruf von Bader erreichte. „Es ging alles sehr schnell“, sagt der 25-jährige gebürtige Straubinger. Kurze Abstimmung mit Berater und Freundin, dann war klar: „Diese Chance muss ich nutzen.“ Und dabei hatte der SCR noch Glück. Ein, zwei Tage später und Huber, der die vergangenen drei Saisons eine Förderlizenz für den DEL-Club Straubing Tigers hatte, hätte in Regensburg unterschrieben. Dem Reiz, sich in der zweiten Liga zu beweisen, konnte und wollte er jedoch nicht widerstehen. „Ich bin schon ganz heiß drauf“, sagt er und will so bald wie möglich umziehen, um sich mit den Teamkollegen vorzubereiten. (lxs)

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