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Ein Zuhause in der neuen Heimat: Das Seehauser "Seehaus" steht derzeit als nächste Asylbewerberunterkunft hoch im Kurs. 

Zwei Gemeinden für eine Sache

"Seehaus" als Flüchtlingsheim im Gespräch

Seehausen/Murnau - Der Landkreis sucht unentwegt nach geeigneten Asylbewerberunterkünften. Eine Option steht gerade im Raum. Sicher ist aber noch nichts. 

Im Staffelseegebiet tut sich etwas in Sachen Flüchtlingsunterkünfte: Es ist geplant, das „Seehaus“ des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) mit 120 bis 140 Migranten zu belegen. Ab wann, ist noch unklar. Das Objekt liegt am Seewaldweg auf Seehauser Flur. Es ist jedoch eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit mit Murnau geplant. Dies erklärten die beiden Kommunen gestern in einer Pressemitteilung.

Zum Hintergrund: Die Sozialservice-Gesellschaft des BRK ist Betreiber des Seniorenwohnens Staffelsee mit den Gebäuden „Garhöll“ und „Seehaus“. Wie einem gemeinsamen Brief der Rathauschefs Markus Hörmann (Seehausen) und Rolf Beuting (Murnau) an Anlieger zu entnehmen ist, sieht sich die Gesellschaft „aus strategischen und seniorenpolitischen Aspekten sowie angesichts der derzeitigen Arbeitsmarktsituation zu einer Neuausrichtung gezwungen“. Murnau und Seehausen seien deshalb Anfang Dezember in Kenntnis gesetzt worden, dass der Standort „Seehaus“ verwertet und daher kurzfristig geräumt werden solle.

„Die Gemeinde Seehausen und der Markt Murnau haben vereinbart, diese soziale Aufgabe gemeinsam zu bewältigen“, heißt es weiter. Beide Orte „werden sich um die Betreuung und Integration jener Menschen kümmern, die aus ihrer Heimat durch Krieg und Terror vertrieben wurden.“

Unterschrieben sei allerdings noch nichts, sagt Stephan Scharf, Sprecher des Landratsamts Garmisch-Partenkirchen. Das heißt: Es gibt noch keinen Vertrag zwischen BRK und Kreisbehörde. Die beiden Kommunen laden zu einer Info-Veranstaltung ein. Diese geht am Mittwoch, 16. Dezember, um 19.30 Uhr im Seehauser Gasthof Stern über die Bühne.

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