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Zwei „Bayrische Buam“: Die beiden Seehauser Daniel Dekinger (l.) und Michael Hejda brechen bald zur zweiten karitativen Rallye auf.

Zwei Seehauser haben im Sommer Großes vor

Für einen guten Zweck: Abenteuerfahrt  bis nach Südost-Europa

In 13 Tagen durch 14 Länder – mit einem alten Subaru und ohne GPS. Dieses Experiment wagen Michael Hejda und Daniel Dekinger. Sie gehen als „Bayrische Buam“ bei ihrer zweiten karitativen Rallye an den Start.

Seehausen – Staubige Straßen, raue Gebirgszüge, einsame Wildnis – unterwegs auf unbekanntem Terrain mitten durch das Herz des ehemaligen Ostblocks. Dieses Abenteuer wollen die beiden Seehauser Daniel Dekinger (24) und Michael Hejda (29) bestreiten. Am 22. August gehen sie sie bei der „Balkan Express Rallye“ an den Start, die vom Superlative Adventure Club (SAC) ausgerichtet wird und von Dresden ausgehend über Südost-Europa bis nach Salzburg führt. „Wir werden in 13 Tagen durch 14 Länder reisen und rund 4000 Kilometer zurücklegen“, erklärt Hejda.

Wie berichtet, nahm das Duo unter dem Namen „Bayrische Buam“ vor zwei Jahren an der „Tajik Rallye“ teil. Hierbei gingen sie mit einem alten Subaru Impreza an den Start und legten innerhalb von drei Wochen 7500 Kilometer zurück. Es ging von München bis nach Tadschikistan. Die Route führte durch Länder wie Russland, die Ukraine, Kirgistan und Kasachstan. Auf der außergewöhnlichen Reise wurden die beiden Männer von Sponsoren unterstützt. Das übergeordnete Ziel war es, Spenden für humanitäre Zwecke zu sammeln. Darauf liegt auch in diesem Jahr der Fokus: Die beiden Männer sammeln Geld für den Weilheimer Verein „Lebensarchitektur“. Dies ist ein Träger der Kinder- und Jugendhilfe, der von Menschen geführt wird, die einst selbst in solchen Einrichtungen lebten. Das Besondere: Die Bayrischen Buam sind heuer zu viert unterwegs. Sie bilden einen Konvoi mit dem Partner-Team Bayrische Madl. Dazu gehören die 28-jährigen Frauen Irmgard Schwab und Monika Hohenleitner, die beide aus Eberfing kommen.

Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Die Seehauser konnten wieder jenes Subaru-Modell auftreiben, das ihnen 2017 gute Dienste geleistet hatte. Das Auto haben sie mit einem Kompass, einem Neigungsmesser und einer zentralen Reifendruckkontrolle ausgestattet. Denn sie werden auch auf unbefestigten Straßen unterwegs sein und müssen mit Pannen rechnen. Autobahnen dürfen nicht genutzt werden. Zudem sind laut den Teilnahmebedingungen weder GPS noch Navigationssystem erlaubt – die Reisenden müssen sich anhand von Kartenmaterial orientieren. „Das ist eine Herausforderung. Wir werden uns bestimmt das ein oder andere Mal verfahren“, sagt Dekinger. Doch das macht den Abenteurern nichts aus – im Gegenteil.

Es geht nicht darum, möglichst schnell ans Ziel zu gelangen, sondern unvergessliche Eindrücke mitzunehmen und andere Kulturen kennenzulernen. Hierzu gibt es vom Veranstalter ein Roadbook, das mit Vorschlägen versehen ist, die die Fahrer freiwillig umsetzen können. „Das Buch ist auf Interaktion ausgelegt. Zum Beispiel könnte eine Aufgabe lauten, einheimische Tracht anzuziehen und sich mit den Bewohnern fotografieren zu lassen“, erläutert Hejda. Der Streckenverlauf führt das Vierergespann unter anderem durch Albanien, Bosnien-Herzegowina, Budapest, Transsilvanien und Slowenien. Übernachtet wird im Zelt oder im Auto. Auf welcher Etappe sich die Rallye-Teams gerade befinden, lässt sich über eine Live-Tracking App verfolgen. Da neben der Anmeldegebühr auch Kosten für die Beschaffung und Umrüstung des Wagens anfallen, sind die Teilnehmer auf Unterstützung durch Sponsoren angewiesen. 

Constanze Wilz

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