Die Seeprozession in Seehausen ist etwas Besonderes. Etwa 1000 Gläubige feierten dort in diesem Jahr das Fronleichnamsfest. Bei Bilderbuchwetter.
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Die Seeprozession in Seehausen ist etwas Besonderes. Etwa 1000 Gläubige feierten dort in diesem Jahr das Fronleichnamsfest. Bei Bilderbuchwetter.
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Die Seeprozession in Seehausen ist etwas Besonderes. Etwa 1000 Gläubige feierten dort in diesem Jahr das Fronleichnamsfest. Bei Bilderbuchwetter.
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Die Seeprozession in Seehausen ist etwas Besonderes. Etwa 1000 Gläubige feierten dort in diesem Jahr das Fronleichnamsfest. Bei Bilderbuchwetter.

Etwa 1000 Gläubige feiern in Seehausen besonderes religöses Fest

Fronleichnams-Prozession auf dem Staffelsee: Himmel auf Erden

Immer wieder spüren ihn die Gläubigen: Diesen erhebenden Moment, wenn die Seehauser mit Fähre und Booten zur Insel Wörth hinüberfahren. Der Fronleichnamstag am Staffelsee ist einfach etwas ganz Besonderes - gerade bei Bilderbuchwetter wie in diesem Jahr. 

Seehausen - Göttlich, oder herrlich. Anders lässt sich der Fronleichnamstag in Seehausen kaum beschreiben. Was sonst ist ein Bilderbuchwetter in Traumlandschaft sowie sanfte und fröhliche Gemüter allerorten? Der Himmel auf Erden eben. 

Und genau das wurde mit dem gestrigen Glaubensfest, das die katholische Kirche zehn Tage nach Pfingsten feiert, zelebriert: Jesus letztes Abendmahl wird in der Eucharistie (Kommunion) dargestellt – und an Fronleichnam mit einem Gottesdienst und einer Prozession daran erinnert, dass Christus und damit Gott gegenwärtig ist. Dabei trägt ein Geistlicher, in diesem Fall Pfarrer Robert Walter im Wechsel mit Diakon Bernhard Winter, den Leib Christi in Form der Hostie durch das mit Birken, Gras- und Blumenteppichen sowie Heiligenbildern festlich rausgeputzte Fischerdorf und verkündet an vier Stationen in alle Himmelsrichtungen das Evangelium. 

Auf der Insel Wörth liegen die Wurzeln der Pfarrei

Die Hostie befindet sich dabei in einer Monstranz, einem mit Gold und teilweise auch Edelsteinen verzierten liturgischen Gefäß, das überdacht ist von einem Stoffbaldachin, dem „Himmel“. In Seehausen wird der Herrgott nicht nur durchs Dorf getragen, sondern gleich noch über den Staffelsee gefahren zur Insel Wörth, wo die Wurzeln der Pfarrei liegen. Schon im siebten Jahrhundert wurde hier eine Steinkirche errichtet. Im achten Jahrhundert erhob sich ein Inselkloster, dem das Entstehen des „Wessobrunner Gebets“, als ältestes Zeugnis der Deutschen Sprache, zugeschrieben wird. Jahrhundertelang war die Wörth Zentrum des Glaubens und der inneren Einkehr. Sie ist noch heute „ein ganz besonderer Kraftort“, wie der Seehauser Pfarrer sie beschreibt. Zu diesem setzen nach der ersten Messe und dem Gang durch das Dorf die Gläubigen über. Insgesamt dürften etwa, so schätzen Dorfbewohner, 1000 Teilnehmer und Zuschauer vor Ort sein. Das sind weniger als sonst. 

Auf Gottes Hilfe berufen

In aller Ruhe zieht die Prozession auf der Fähre, der MS Seehausen und in Dutzenden von Ruderbooten über das stille Wasser zur größten Staffelsee-Insel, vorbei an der zweiten Station, der kleinsten Insel Jakob. Die auf der Wörth grasenden Murnau-Werdenfelser Rinder beschließen beim Anlegen der Boote und der in festlichen Trachten gekleideten Menschenmengen, ihren Standort doch zügig an ein anderes Inselufer zu verlagern, sodass sich die Prozession ungestört auf den kleinen Berg zur 1838 gestifteten Simpert-Kapelle begeben kann. Hier liest Pfarrer Walter das dritte Evangelium und erinnert in den Fürbitten darum, dass die Gläubigen nicht alles aus eigener Kraft machen müssen und sich auf Gottes Hilfe berufen können. 

Zurück geht es über das Wasser wieder ans Seehauser Ufer zur vierten Station am Kreuzl. Dort bedankt sich der Dekan abschließend bei allen Mitwirkenden, wie den Kommunionkindern, Ministranten oder der Musikkapelle sowie allen Dorfbewohnern, die mit vielen Vorbereitungen wieder alle zum Gelingen dieses ganz besonderen Brauchtums beigetragen haben, mit einem herzlichen Gott Vergelt‘s.

„Schöne Mischung aus Ursprünglichem und Kultur“

 „Was für eine schöne Mischung aus Ursprünglichem und Kultur,“ sagt Annegret Fischer, die vor zwei Jahren nach Murnau gezogen ist. „Auch die Offenheit, mit der die Seehauser es zulassen, dass andere mitkommen und die Stille, mit der sie das leben“, fällt ihr auf. 

Dimitri Tsambrounis, griechischer und atheistischer Besucher aus München, ist ebenfalls vor Ort: „Es ist interessant, welches Brauchtum andere Menschen leben und ich schaue mir das gerne an.“ Während der Festzug für die einen mit einer zweite Messe schließt, ziehen andere gleich eine Erfrischung und Stärkung im schattigen Biergarten vor.

Birgit Schwarzenberger

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