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Vorsicht Streitwagen: Jede Sekunde zählt beim Gaudirennen.

Von Druiden, Hinkelsteinen und Galliern

Gaudirennen in Seehausen: Mit Zaubertrank und guter Laune

Da hätten auch Asterix und Obelix wahre Freude gehabt. Mit ihrem Gallier-Spaß haben die Seehauser am Faschingssamstag wieder Maßstäbe gesetzt. Hunderte von Maschkera und Schaulutigen pilgerten ins „Unbeugsame Dorf“ am Staffelsee. Nur Römer hatten dort wenig zu lachen.

Seehausen - Weißhaarige Druiden schöpfen Tränke aus dampfenden Kesseln, römische Legionäre ziehen Kampfwägen durch die Straßen, stattliche Pharaonen stolzieren umher, und Gallier mit langen Bärten tragen Hinkelsteine durch die Gegend: Am Faschingssamstag bot der Seehauser Ortskern einen ungewöhnlichen Anblick. Hunderte Besucher strömten bei Kaiserwetter in den Fischerort, wo unter dem Motto „Das unbeugsame Dorf“ das alljährliche Faschingsspektakel des ortsansässigen Vereins „Da Sea is inser“ die Massen in den Bann zieht.

Die Organisatoren um Vorsitzenden Uli Hubal hatten in den zurückliegenden Monaten wieder einmal viel Kreativität, Zeit und Arbeit investiert, um ein abenteuerliches Gaudirennen auf die Beine zu stellen. Insgesamt durchliefen 82 bunt gekleidete Mannschaften den rund 350 Meter langen Parcours durch die Dorfstraße, der einige Herausforderungen barg.

Zunächst galt es, den Partner beim Hinkelstein-Wettlauf durch einen Wald von ausrangierten Christbäumen zu navigieren. Da dem Steinträger die Augen verbunden waren, erforderte diese Aufgabe Teamgeist. Weiter ging es zum Zaubertrank-Schöpfen, wobei die Teilnehmer aus einem großen Kessel Schnaps fischen mussten, um sich wenig später beim Verdreschen von Römerpuppen zu beweisen. Den krönenden Abschluss bildete das Rennen mit bunt verzierten römischen Streitwägen, deren hölzerne Räder unter den anfeuernden Rufen der Zuschauer über den Asphalt donnerten.

Die Bilder vom Gaudirennen in Seehausen

Kommentiert wurde die gallische Hinkelstein-Gaudi von den allseits erprobten Moderatoren Anton Daisenberger und Michael Guglhör. Die beiden zogen die Teilnehmer nicht nur mit spitzer Zunge durch den Kakao, sondern hatten auch einige Tipps parat: „Das wichtigste ist: Gas geben und einfach gut sein“, riet Daisenberger via Lautsprecher.

Im Anschluss an das Rennen wurde der Seehauser Zander für besonders einfallsreiche Maskierungen verliehen. Hernach wurde an der großen Freiluftbar ausgelassen gefeiert. Dort war für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Das musikalische Rahmenprogramm gestaltete die Seehauser Blasmusik sowie Vereinsschriftführer Hardi Wörle alias DJ Doppelschwör. Auch die kleinen Besucher kamen im Kinderland bei zahlreichen Mitmach-Aktionen auf ihre Kosten.

So war der Seehauser Fasching wieder eine Attraktion für die ganze Familie. Die Organisatoren zeigten sich vom reibungslosen Ablauf und der großen Resonanz begeistert: „Wir stecken jedes mal viel Herzblut in diese Veranstaltung. Darum ist es für uns eine große Freude, wenn alles so wunderbar gelingt“, meinte ein glückseliger Toni Daisenberger. Zum Ausklang fanden sich die Maschkera im Gasthof Stern ein, wo weitere Preise verliehen wurden und die Gruppe Take Two im Rahmen des Falbala-Balls aufspielte.

Constanze Wilz

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