Ein Teilnehmer geht baden: Bilder wie dieses – es stammt aus dem Vorjahr – wird es heuer nicht geben.
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Ein Teilnehmer geht baden: Bilder wie dieses – es stammt aus dem Vorjahr – wird es heuer nicht geben.

Traditionsveranstaltung am Staffelsee

Seehauser Fischerstechen fällt wegen Corona aus: Veranstaltern blutet das Herz

Nico Trinks wurde im August 2019 der neue Seehauser Fischerkönig. Doch er wird die Binsenkrone heuer nicht verteidigen können. Wegen Corona muss das beliebte Fischerstechen ausfallen. Sehr zum Leidwesen der Organisatoren.

  • Das für Samstag, 15. August, geplante Seehauser Fischerstechen fällt aus.
  • Der Grund ist die Corona-Pandemie.
  • Den Organisatoren blutet das Herz.

Seehausen – Für gewöhnlich ist das ganze Dorf auf den Beinen, wenn Mitte August das traditionelle Seehauser Fischerstechen stattfindet. Der Wettkampf an der Bootslände wird alljährlich von unzähligen Zuschauern bejubelt. Jung und Alt fiebern mit, wenn sich zwei Duellanten mit bunt bemalten Lanzen auf wackeligen Planken gegenüberstehen. Wer sich am längsten halten kann, bekommt die begehrte Binsenkrone und wird damit zum König gekürt. Seit 1985 wird dieser alte Fischer-Brauch von den Seehausern ausgetragen. Doch heuer muss das beliebte Duell auf dem Wasser aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen.

Enttäuschung ist groß

Wie Moderator Anton Daisenberger vom ausführenden Verein Da Sea is inser mitteilt, hätten die Organisatoren keine Möglichkeit gesehen, die Veranstaltung unter den geltenden Sicherheitsvorkehrungen mit dem vorgeschriebenen Mindestabstand durchzuführen. „Wie soll man die Besucher an einem strahlend schönen Tag koordinieren? Das ist unmöglich, es funktioniert hinten und vorne nicht“, sagt Daisenberger ernüchtert. Die Enttäuschung ist groß. Schließlich ist dies das erste Mal seit 1985, dass der Wettkampf abgesagt werden muss. Bislang hatten die Fischerstecher stark an ihrem Brauch festgehalten und dabei allen Witterungen getrotzt – sie standen auch schon im strömenden Regen auf den Planken.

„Es ist sehr schade, dass diese Tradition unterbrochen wird“, erklärt Daisenberger. Er ist seit vielen Jahren als Moderator der Veranstaltung tätig und wusste alle Beteiligten durch seine flotten Sprüche und lustigen Anekdoten zu unterhalten.

Es wäre die 35. Auflage gewesen

Am kommenden Samstag, Mariä Himmelfahrt, hätte die 35. Auflage des Stechens stattgefunden. „Wenn ich daran denke, blutet mir das Herz“, sagt Daisenberger.

Constanze Wilz

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