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Abschied mit Enkeltochter: Gundi Stocker (M.) und ihr Mann Herbert, der die fünfjährige Hannah Urbin auf den Arm genommen hat. Eine enge Mitarbeiterin war für die Schulleiterin die Seehauser Konrektorin Angelika Guglhör.

Sie ist ein Motor des Schullebens

Tränen zum Abschied: Gundi Stocker geht in den Vorruhestand

Gundi Stocker, die Leiterin des Schulverbandes Uffing und Seehausen geht in den Vorruhestand. Ihr Abschied sorgt bei einigen Gästen im Seehauser Pfarrheim für feuchte Augen. 

Seehausen/Uffing – Zum Schluss hatten einige der Gäste im Seehauser Pfarrheim St. Michael feuchte Augen. Zur Verabschiedung der beliebten Leiterin des Schulverbandes Uffing und Seehausen, Gundi Stocker, die am 28. Juli aus ihrem Dienst ausscheidet, waren zahlreiche Lehrer, Schulleiter, Elternvertreter und Kommunalpolitiker erschienen, um der 62-jährigen Pädagogin ihre Wertschätzung auszusprechen.

Fünfeinhalb Jahre hatte Stocker die Geschicke des Verbandes geleitet, nachdem sie zuvor zehn Jahre lang Rektorin der James-Loeb-Grundschule in Murnau gewesen war. Insbesondere in Uffing habe Stocker eine Menge bewegt, war von Schulamtsdirektorin Gisela Ehrl aus Garmisch-Partenkirchen zu erfahren: „Sie hat ein schulisches Leitbild erarbeitet, Workshops und diverse Projekte ins Leben gerufen, und die ganze energetische Sanierung des Schulhauses mitgemacht“, würdigte sie ihre Kollegin: „Sie war stets eine verlässliche, kompetente und hochgeschätzte Schulleiterin.“ Nachfolgerin Stockers wird die 52-jährige Sabine Pecher sein, die für das ÖDP/Bürgerforum im Murnauer Gemeinderat sitzt (Bericht folgt).

 Schulleiter-Sprecherin Angelika Bader führte für Stockers Ausscheiden in den Vorruhestand private Gründe der 62-Jährigen auf: „Ihr Mann und ihre Familie wollten einfach mehr Zeit mit ihr verbringen.“ Großen Respekt zollte Bürgermeister Rupert Wintermeier, der auch Vorsitzender des Schulverbandes ist, für Stockers Geduld beim mehrjährigen Umbau des Uffinger Schulhauses. „Es war sehr geschickt von ihr, die Verbindung zur Ruth- und Claus-Bahlsen-Stiftung aufrecht zu erhalten und somit für Projekte finanzielle Unterstützung zu bekommen“, sagte der Gemeindechef. „Wir haben jetzt eine Schulküche, zwei Computerräume und eine moderne Laufbahn.“

Die Seehauser Konrektorin Angelika Guglhör verwies auf die zahlreichen Kunstwerke, die Stocker in der Schule hinterlassen habe und überreichte ihr als Abschiedsgeschenk unter anderem ein selbst zusammengestelltes Fotobuch.

„Am letzten Schultag schmeißen sie mich zusammen mit meinen Viertklässlern in Uffing aus dem Schulhaus“, verriet Stocker gegenüber dem Tagblatt. „Wir haben dort einen Bogen, durch den die Schulanfänger gehen und durch den sie die Schule nach der vierten Klasse wieder verlassen. Und dieses Jahr darf ich da mit durch“, lachte sie. Und was macht sie im (Vor-)Ruhestand? „Ich werde erstmal runterfahren und dann versuchen, Dinge in meinem Leben zu ordnen“, kündigte die scheidende Schulleiterin an. „Und dann hoffe ich auf Langeweile, denn daraus entsteht Kreativität.“ In erster Linie schwebe ihr eine künstlerische Tätigkeit vor. Zuvor hatte Pfarrer Robert Walter mit seiner evangelischen Kollegin Simone Feneberg zu Ehren Stockers einen Gottesdienst in der Kapelle St. Simpert auf der Insel Wörth gefeiert. Seehausens Altbürgermeister Georg Bosch erläuterte überdies bei einer Führung die Geschichte der Insel.

Heino Herpen

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