1. Startseite
  2. Lokales
  3. Garmisch-Partenkirchen
  4. Seehausen

"Oh'lympisee Winterspiele" in Seehausen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Mehr Bilder sehen Sie in der Fotostrecke unten. © Christian Kolb

Seehausen - Diesmal sollte sich beim Fasching in Seehausen alles um die Olympischen Winterspiele drehen.

Man muss sich diese „Oh‘lympiseen Winterspiele“ im wahrsten Sinne des Wortes einmal über der Zunge zergehen lassen. Da könnte der Ursprung des Wortes durchaus aus dem Munde eines dänischen Bürgers in Deutschland kommen. Es könnte aber auch der beinahe willenlose Zungenschlag gewisser Seehauser Bürger sein, die sich bei ein paar Haferl Bier viele Nächte um die Ohren schlagen, allein auf der Suche nach einem neuen Motto für den inzwischen schon legendären Fasching im Märchendorf am See.

Diesmal sollte sich also alles um die – wollen wir es einmal normal aussprechen – Olympischen Winterspiele drehen. Im Kreise der eingeschworenen Seehauser Sippschaft „da Sea is inser“ hat sich wohl der Meyer Gerry besonders für die Weltspiele eingesetzt und nach einer Weile seine Kollegen vom SOK (Seehauser Organisations Komitee) begeistern können. Exorbitale Umbaumaßnahmen, wie sie bei anderen olympischen Beispielen angeblich schon öfter der Fall war, waren hier nicht notwendig. „Aber wir sind jetzt raus aus dem Dorf“, berichtete der Hubal Uli, der Sippschafts-Chef. Ein kleiner Hügel am See hat Seehausen in ein hochalpines Dorf mit Bobbahn, Slalomstrecke und Biathlonkurs verwandelt. Und von wegen leicht zu bewältigendes Gelände – nahezu jeder zweite Bob küsste die Granitbande (bei wohlgemerkt einer Kurve), der Slalom war der reine Blindflug (mit verbundenen Augen) und beim Biathlon war kein vernünftiges Fortkommen möglich, weil der Vordermann dem Hintermann oder auch umgekehrt ständig auf den Füßen stand. Doping im sportlichen Sinne hätte bei diesem Wettkampf überhaupt keinen Sinn gemacht. Dennoch waren auch hier nicht alle Athleten davor gefeit und griffen zu überall angebotenen Mitteln, die das Stürzen an der einen oder anderen Ecke durchaus erleichterten.

Olympische Faschings-Winterspiele in Seehausen

Mit einer neuen Rekordteilnehmerzahl von 88 Teams aus der ganzen Welt – darunter ein Duo aus der DDR – war das Rennen gestartet worden. Der Meyer Gerry hatte mit seinem Kollegen dem Grundwald Torsten ein Startrecht für Tansania erstritten. Sportlich brachte das nichts ein. Der Erfinder der Zungenschlag-Winterspiele war dennoch glücklich, hatte seine Idee doch wieder viele Zuschauer angelockt und die große Olympische Familie am Abend zur IOC-Party in gemeindeeigenen Gaststätte „Stern“ vereint. Dort schunkelte man sich dann in den olympischen Himmel und wer weiß, vielleicht hatte ja schon wieder einer eine begeisternde Idee für den Fasching 2015.

Sieger: Gold: Team Georgien (Simon Huber/Alois Schöps), Silber: Team Nepal (Staphanie März/Sandra Felber), Bronze: Team Bergkarabach (Michael Guglhör/Franz Daisenberger).

Auch interessant

Kommentare