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Das Ehrenzeichen des Landkreises gibt es für Robert Schwarzensteiner (l.) von Landrat Anton Speer.

Führungswechsel beim Kreisjugendring

Schwarzensteiner geht, Rauscher kommt

Nach 16 Jahren an der Spitze des Kreisjugendrings hat Robert Schwarzensteiner die Leitung an Arno Rauscher übergeben.

Landkreis – Jugendarbeit im Landkreis und der Name Robert Schwarzensteiner gehörten zusammen. 16 Jahre lang stand er dem Kreisjugendring (KJR) vor, der sich als Arbeitsgemeinschaft von Jugendverbänden und Vereinen aktiv für die Belange aller jungen Menschen einsetzt. Nachdem im vergangenen Jahr beschlossen wurde, dass die Amtszeit des Vorsitzenden auf zwölf Jahre begrenzt wird, waren Wahlen notwendig. Bei der Frühjahrsvollversammlung des Kreisjugendrings in der Westtorhalle zeigte sich aber, dass das keine leichte Aufgabe ist.

Als Kandidat für den Vorsitz war nämlich der bisherige stellvertretende Vorsitzende Ritschi Hufnagl angetreten. Überraschend schlug Schwarzensteiner dann aber Arno Rauscher als Gegenkandidaten vor und beantragte vor der Abstimmung der 29 Delegierten eine Personaldebatte unter Ausschluss aller Nicht-Delegierten. Gleich eine zweite Personaldebatte erwirkte im Anschluss der unterlegene Hufnagl vor der Wahl des Stellvertreters, zu der neben Lisa Herzog wiederum auch Schwarzensteiner angetreten war. Letzterer unterlag. An der Spitze stehen somit Arno Rauscher (Vorsitzender) und Lisa Herzog (stellvertretende Vorsitzende). Als weitere Vorstandsmitglieder wurden Katharina Bittner, Johannes Mühl, Judith Rathmann, Magnus Schwarzensteiner, Hubert Steiner sowie Kai Wedekind gewählt. Melanie Heudecker und Maik Haas wurden als Rechnungsprüfer bestätigt. Doch auch hier zeigte das Wahlverfahren seine Tücken. Ein letztes Mitglied konnte an diesem Abend aufgrund der Quotenregelung nicht ermittelt werden und muss nun bei der nächsten Vollversammlung im Herbst gewählt werden.

Harmonischer als der Wahlgang war es an diesem Abend, als es um die Verdienste Schwarzensteiners ging. Schließlich galt er als treibende Kraft in der Jugendarbeit. Für sein Wirken wurde er von Landrat Anton Speer (Freie Wähler) mit dem Silbernen Ehrenzeichen des Landkreises für Verdienste im Ehrenamt ausgezeichnet. Speer würdigte Schwarzensteiner unter anderem als „Initiator für die Sanierung der Lichtenbachhütte, die heute wichtiger Bestandteil in der Jugendarbeit ist.“ Gleiches gelte für das Rißbachhaus. Auch habe Schwarzensteiner großartige Projekte durch seinen Einsatz geprägt, bei denen wichtige Bestandteile des Angebots des Kreisjugendrings entstanden sind. Wie die Präventionsarbeit an Schulen, diverse Theateraufführungen und Sportveranstaltungen. Von den 70 Vertretern der Jugendverbände und Gästen gab es stehenden, anhaltenden Applaus für Schwarzensteiner, dessen Augen dabei nicht trocken blieben. „Wir haben Glück gehabt, dass wir uns gefunden haben und die Dinge sich so entwickelt haben“, meinte der große Lego-Fan, der auf „mit die schönste Zeit“ seines Lebens zurückblickte.

Andre Gersdorf, Vorsitzender des Bezirksjugendrings Oberbayern, wies auf das Zamma Kulturfestival Oberbayern vom 13. bis 20. Juli kommenden Jahres in Garmisch-Partenkirchen hin und rief Jugendliche und Verbände auf, selbst eigene Ideen einzubringen und auch umzusetzen. Dabei sei „die Qualität wichtiger als die Quantität.“

Birgit Schwarzenberger

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