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Kampf auf wackligen Planken: Der junge Mann in der kurzen blauen Hose hat 2016 das Nachsehen.

Gaudiveranstaltung an Mariä Himmelfahrt

Fischerstechen in Seehausen: Standfestigkeit ist gefragt

Beim Seehauser Fischerstechen an Mariä Himmelfahrt ist wieder Standfestigkeit gefragt. Derjenige, der sich am längsten auf der Planke halten kann, gewinnt.

Seehausen– Eine Mordsgaudi haben Zuschauer und Akteure, wenn alljährlich Mitte August beim traditionellen Fischerstechen mit bunten, über drei Meter langen Lanzen bewaffnete Männer auf wackligen Bootsplanken versuchen, sich gegenseitig ins Wasser zu stoßen.

An Mariä Himmelfahrt, also an diesem Donnerstag, ist es wieder soweit. Dann wird der alte Fischer-Brauch, den manche auch unter dem Namen Schifferstechen kennen und der seinen Ursprung in der Fluss-Transportschifffahrt hat, in Seehausen wieder zu einem Wettkampf zwischen den Kontrahenten. Derjenige, der sich am längsten auf der Planke halten kann, gewinnt.

In diesem Jahr haben sich 33 Teilnehmer im Alter zwischen 16 und 30 Jahren für das zumeist feucht-fröhliche Fischerstechen angemeldet. „Es werden von Jahr zu Jahr mehr“, sagt Michael Guglhör (26), der die Veranstaltung des Vereins Da sea is inser mit organisiert hat. Im vorigen Jahr ist sein Cousin Dominikus Guglhör zum Fischerkönig gekürt worden, er bewies in dem Wettkampf im K.o.-System die beste Standfestigkeit. Ob der Seehauser es auch diesmal packen wird, ist offen, in jedem Fall tritt er wieder an und gehört zu den Favoriten. Auch sein Verwandter Michael ist mit von der Partie, aus Erfahrung weiß dieser, dass „eine gute Stand-Technik auf dem Brett und große Füße hilfreich sind“, auf Gewicht und Größe kommt es hingegen nicht an. Ob die großen Füße fehlten oder die Technik, weiß man nicht, in jedem Fall stand Michael Guglhör bislang noch nie auf dem Siegertreppchen. 

Das traditionelle Fischerstechen, das bereits 1864 erstmals stattfand, längst zum Kulturgut gerade auch in der Gemeinde Seehausen zählt und heuer zum 34. Mal ausgetragen wird, ist nicht nur für die Dorfgemeinschaft ein Highlight, sondern auch für die Touristen und Gäste aus den umliegenden Gemeinden ein viel beachtetes Event. Im Dorf ist eigentlich fast jeder in irgendeiner Weise beteiligt.

Wer das größte Geschick haben wird, wem das nötige Quäntchen Glück zur Seite steht, und wer dann am Ende die begehrte grüne handgeflochtene Binsenkrone aufgesetzt bekommt, wird man sehen. In jedem Fall hoffen Guglhör und seine Mitstreiter auf gutes Wetter, denn dann werden an der Bootslände gut 1000 Besucher erwartet. So viele waren es jedenfalls im vergangenen Jahr, in dem Petrus ein Einsehen hatte und die Sonne vom Himmel lachte.

Noch ein kurzer Blick in die Historie: Vor genau 25 Jahren konnten sich erstmals Frauen um den Titel einer Fischerkönigin bewerben. Den Sieg errang seinerzeit die 25-jährige Gertrud Adelwart, Steuergehilfin und Fischwirtin. Sie setzte sich gegen sieben Rivalinnen durch. Der Preis: Vier Tage Skifahren in den Dolomiten.

Das Programm:

Abmarsch der Protagonisten am Gasthof Stern um 13.30 Uhr, den Zug führen Trommlerzug und Blaskapelle Seehausen an. Das Kampfgericht, die Ruderer und die Stecher folgen. Das Fischerstechen findet bei jedem Wetter statt. Bei guter Witterung wird beim Seefest an der Bootslände nach anstrengendem Kampf gegrillt, gefeiert und zu Live-Musik bis früh in den Morgen getanzt.

Barbara Falkenberg

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