Fischerstechen Seehausen 2019
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Der Stoß sitzt: Der Unterlegene geht baden. Die Könner unter den Fischerstechern können über Minuten die Balance behalten.
Fischerstechen Seehausen 2019
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Der ehemalige Fischerkönig Dominikus Guglhör dankt im dritten Durchlauf ab.
Fischerstechen Seehausen 2019
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Die Duellanten schenken sich nichts.
Fischerstechen Seehausen 2019
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Manche Besucher betrachten das Schauspiel vom Wasser aus.
Fischerstechen Seehausen 2019
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Spannend: Im Finale kreuzen Nico Trinks (r. ) und Franz Guglhör die Lanzen.
Fischerstechen Seehausen 2019
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Der Stoß sitzt: Der Unterlegene geht baden.
Fischerstechen Seehausen 2019
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Der Stoß sitzt: Der Unterlegene geht baden.
Fischerstechen Seehausen 2019
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Per Boot werden die Teilnehmer mit frisch gezapftem Bier versorgt.

Gaudiveranstaltung in Seehausen bei wechselhaftem Wetter

Nico Trinks ist neuer Fischerkönig

Einer nach dem anderen ist am gestrigen Feiertag wieder baden gegangen in Seehausen beim traditionellen Fischerstechen. Am Ende blieb nur einer auf dem wackligen Brett stehen: Nico Trinks – der neue Fischerkönig.

Seehausen – Ein feucht-fröhliches Vergnügen im Wortsinne ist das traditionelle Fischerstechen an der Seehauser Bootslände. Heuer wurde die Veranstaltung wieder vom Verein Da Sea is inser organisiert. Dabei traten 32 Teilnehmer an, um sich auf schmalen Planken mit Hilfe von bunt bemalten Holzlanzen zu duellieren. Aufgrund der Wetterkapriolen mit Wind, wiederkehrenden Regenschauern und Wellengang war dies kein einfaches Unterfangen. Die Ruderer hatten alle Hände voll zu tun, um die Boote in Position zu halten. Trotz der widrigen Umstände hielten Zuschauer und Teilnehmer tapfer durch. Dafür wurden sie, als es gen Finale ging, mit Sonnenschein belohnt.

Hunderte Besucher verteilten sich zu Land und zu Wasser, um dem Spektakel beizuwohnen, während die Seehauser Blaskapelle für musikalische Untermalung sorgte. Gekämpft wurde im K.O.-System, wobei Jurymitglied Karl Widmann jeweils den Startschuss abfeuerte. Im Laufe des spannenden Wettkampfs wurde einer nach dem anderen nass.

Letztlich konnte sich der 26-jährige Riedhauser Nico Trinks gegen seine Kontrahenten durchsetzen und erhielt die begehrte Binsenkrone samt Königstitel. „Meine Taktik lautet: Möglichst stehen bleiben. Ich bin nun schon zum achten Mal dabei und war in der Zeit höchstens zweitplatziert, darum freue ich mich sehr über die Krone“, sagte Trinks. Der grüne Kopfschmuck wurde ihm vom letztjährigen Sieger Dominikus Guglhör überreicht, der im dritten Durchlauf beim Kampf gegen seinen Bruder Franz Baden ging. „Da stehen sich glatt zwei Brüder gegenüber, aber wenn sportlicher Ehrgeiz zählt, hört alle Freundschaft auf“, kommentierte Moderator Anton Daisenberger. Dieser hatte zwischenzeitlich Probleme mit der Technik, was aber behoben werden konnte.

Insgesamt war die Stimmung ausgelassen, und die Duellanten feuerten sich lautstark an. Den zweiten Rang belegte Franz Guglhör, als Drittplatzierter ging Christoph Grunwald hervor. Daisenberger zeigte sich mit dem Ablauf der Veranstaltung zufrieden: „Die Umstände waren nicht einfach, aber es hat alles gepasst.“ Der Abend klang mit dem Seefest samt Siegerehrung aus.

Constanze Wilz

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