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Am Fügsee im Ortsteil Riedhausen stehen heuer Wasserleitungs-, Straßen- und Kanalarbeiten an. 

Gemeinderat beschließt Haushalt 2018

Seehausen investiert kräftig in die Infrastruktur

Die guten Steuereinnahmen machen es möglich: Seehausen investiert heuer im großen Stil in die Sanierung von Wasserleitungen, Kanälen und Straßen.

Seehausen – Die Gemeinde Seehausen zählt zu den Landkreis-Kommunen, die am meisten in den Kreis-Haushalt einzahlen. Heuer sind es rund zwei Millionen Euro. Dass Seehausen so viel an den Kreis abführt, liegt auch an den hohen Gewerbesteuereinnahmen, die die Gemeinde seit Jahren verbucht. Im diesjährigen Haushalt, den die Volksvertreter jetzt einmütig ohne größere Debatte absegneten, sind 2,3 Millionen Euro angesetzt. Es ist kein Geheimnis, dass das Institut zur Fortbildung von Betriebsräten (ifb) wesentlichen Anteil daran hat. Die Firma möchte, wie berichtet, gern erweitern. Ifb-Chef Hans Schneider hat gegenüber der Gemeinde, der die benachbarte Westtorfläche gehört, ein Kaufinteresse signalisiert. Die Westtorleute sind alarmiert, das Kulturzentrum ist an seinem Standort gefährdet. Das Thema wird im Zentrum der Mitgliederversammmlung stehen, die das Forum Westtorhalle am Mittwoch, 16. Mai, um 20 Uhr abhält.

Im Gemeinderat war die umstrittene Causa kein Thema, zumindest nicht im öffentlichen Teil. Bürgermeister Markus Hörmann (CSU) stellte aber klar: „Die Steuereinnahmen versetzen die Gemeinde in die Lage, viele Dinge zu machen.“ So investiert sie heuer in großem Umfang in die Infrastruktur, also in die Sanierung von Wasserleitungen, Kanälen und Straßen. Auch für den Ausbau der Breitbandversorgung nimmt sie einiges an Geld in die Hand, wobei sie aber hohe Zuschüsse erhält. Zudem wird ein Mehrzweckfahrzeug (3,5 Tonnen) für die Freiwillige Feuerwehr angeschafft. Es ist bereits bestellt.

Gedanken gemacht haben sich die Verantwortlichen auch darüber, wie die gemeindlichen Räume in der Dorfstraße 3 künftig genutzt werden können. Dort war vor dem Umzug ins Pfarrhaus das Museum beheimatet. Nun will die Kommune die Zimmer verpachten. Die eine Hälfte gewerblich – aktuell interessiert sich ein Physiotherapeut dafür. In der anderen Hälfte möchte die Gemeinde Räume für Mitarbeiter zum Beispiel des Gasthofs Sterns schaffen. Im Haushalt sind 25 000 Euro für Umbauten und energetische Sanierungen enthalten. „Da ist schon ein bissl was zu tun“, sagte Hörmann dem Tagblatt. In Seehausen stehen also heuer einige Ausgaben und Investitionen an. Dritter Bürgermeister Daniel Schreyer (CSU) betonte, dass die Gemeinde in den vergangenen Jahren „erhebliches Vermögen“ geschaffen habe. Er nannte etwa das Wohnhaus am Brunnenanger. Zudem kaufte die Kommune 3,5 Hektar Fläche im neuen Gewerbegebiet Längenwiesen. Daran wird seit Jahren gefeilt, doch die Zufahrtsfrage ist bis heute nicht geklärt. Hörmann erwartet, demnächst Planungsunterlagen zu bekommen, die sich auch mit diesem Thema beschäftigen. Was den Bürger und Firmen freuen wird: Die Steuersätze bleiben gleich. Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen. Den Rücklagen will die Gemeinde heuer jedoch 1,13 Millionen Euro entnehmen. Sie kann es sich leisten. Die Schulden sollen bis zum Jahresende sogar sinken.

Roland Lory

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