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Da strahlt einer: Maximilian Toepfer (2. v. r.) aus Seehausen hält die Auszeichnung des Bayerischen Clubs in Händen. Ihm gratulieren beim Festakt im Münchner Maximilianeum (v. l.) Staatssekretär Georg Eisenreich, Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Laudator Professor Albert Scharf, ehemaliger Rundfunk-Intendant. 

Auszeichnung im Bayerischen Landtag 

Maxi, der Mäzen und das Maximilianeum

Mit seiner Seminararbeit über Matthäus Rieger hat Maximilian Toepfer einen Volltreffer gelandet. Am Freitag erhielt der Seehauser bei einem Festakt im Landtag einen der begehrten Preise des Bayerischen Clubs.

München/Seehausen – Passt irgendwie: Max im Maximilianeum. Die Rede ist von Maximilian Toepfer. Der 18-jährige Seehauser hat am Freitag bei einem Festakt in München einen der begehrten Preise des Bayerischen Clubs entgegengenommen, ein Verein zur Förderung der bayerischen Kultur. 

Als ihn Ende September die Einladung in den Landtag erreichte, war die Überraschung groß. „Ich hab’ mich natürlich sehr gefreut“, erzählt Toepfer, „aber, ehrlich gesagt, ich wusste zunächst gar nicht, was das für ein Preis ist“. Ein ganz besonderer, der seit 2000 an Abiturienten für herausragende Seminararbeiten, die in Zusammenhang mit bayerischer Kultur stehen, vergeben werden. Eine Landesjury hat für den Bezirk Oberbayern West (insgesamt 83 Gymnasien) Toepfers lesenswerte Abhandlung über Matthäus Rieger (1705 bis 1775), den großen Mäzen der Gemeinde Seehausen, auserkoren. 

Die Idee zu diesem Thema ist sozusagen hausgemacht. Denn im denkmalgeschützten Anwesen der Familie Toepfer mitten in Seehausen lebte einst der legendäre Rieger, mit dessen Namen der Bau der St.-Michaels-Kirche untrennbar verknüpft ist. „Wer in so einem Haus lebt, der hat eigentlich gar keine andere Wahl.“ Nach Rücksprache mit seinem Geschichtslehrer Dr. Jan Franz vom Staffelsee-Gymnasium Murnau begab sich Toepfer also auf die Spuren des Kirchenstifters. Und hier ergibt sich eine weitere Parallele: Denn in Riegers St. Michael feierte Maxi Toepfer nicht nur seine Kommunion und Firmung, dort versieht er auch seinen Dienst als Ministrant. 

Nun führte ihn seine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Rieger sogar ins Maximilianeum. „Echt cool“ sei es gewesen, einmal mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm unter vier Augen zu sprechen. Bei ihrer Ansprache sagte die CSU-Politikerin: „Wer sich mit seiner Heimat so intensiv beschäftigt und in Details vertieft, der weiß Heimat noch mehr zu schätzen, und gerade das eröffnet oft auch neue Horizonte und macht weltoffen.“

Christof Schnürer

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