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Ein fröhliches Team: Unter der Regie von Klaus Lobenhofer (l.) gehören  (ab 2. v.l.) Christiane Frahm, Iris Astenstorfer und Andrea Thompson zur Mannschaft des Seniorentreffs Aschenbrenner.

Neustart für den Seniorentreff

Es geht weiter als wäre nichts gewesen

Garmisch-Partenkirchen - Der neue Träger „Lebenslust“ will das Angebot für den Seniorentreff Aschenbrenner in Garmisch-Partenkirchen ausweiten.

Mit der „Lebenslust“ zu neuer Lust am Leben. So könnten es die vielen Besucher des Seniorentreffs Marianne Aschenbrenner an der Ludwigstraße in Partenkirchen formulieren. Nach einigen Irritationen in den vergangenen Monaten läuft die beliebte Institution jetzt weiter – fast, als wäre nichts gewesen: Die Öffnungszeiten bleiben nahezu dieselben, am Programm-Skelett ändert sich nichts, es soll zudem erweitert und gar noch aufgewertet werden. Wie es konkret weitergeht, das erläuterten Vertreter der neuen Betreiber-Organisation im Rahmen eines Pressegesprächs in den seit nunmehr fast zwei Jahre angestammten Räumlichkeiten an der Ludwigstraße 73.

Beim neuen Betreiber anstelle der Gemeinde handelt es sich ja mit der „Lebenslust“ um ein soziales Netzwerk, dem im Landkreis unter anderem die Caritas, die Diakonie, der Rotkreuz-Kreisverband, der Heilstättenverein Lenzheim, das Kreisbildungswerk, der Sozialdienst Katholischer Frauen sowie die Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe angehören – mit dem umfassenden Motto: „Gutes tun und Verantwortung übernehmen soll Freude machen – mir und den anderen“.

Warum es überhaupt soweit kam, dass die Marktgemeinde als bisheriger Betreiber eine für einen Seniorentreff kompetenteren Betreiber suchte und in der „Lebenslust“ fand, das erläuterte zunächst Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD): „Wir als Gemeinde sind froh, dass wir diese Verantwortung los sind, denn im Rathaus haben wir einfach nicht die dazugehörigen Kompetenzen im Bereich der Sozialpädagogik, eine Gemeindeverwaltung kann das einfach nicht.“ Natürlich habe es zunächst einige Proteste gegeben, als die Gemeinde nicht mehr selbst die Einrichtung betreuen wollte, und auch jetzt werde es anfangs Zurückhaltung bei den Senioren geben. „Ich kann deshalb nur um Geduld bitten und bin überzeugt, dass sich die negative Stimmung bald legen wird.“ Sie freue sich, dass die „Lebenslust“ die Trägerschaft übernommen habe. „Der Seniorentreff wird ja auch weiterhin von der Aschenbrenner-Stiftung finanziert.

Diakon Klaus Lobenhofer, von der „Lebenslust“ auch mit der Leitung des Seniorentreffs betraut, stellte die neuen, für die Senioren zuständigen Betreuerinnen vor: Es sind Iris Asenstorfer (42), studierte Pflegepädagogin, Christiane Frahm (25), Bankkauffrau und studierte Sozialpädagogin, sowie Andrea Thompson (39), die von sich sagte: „Ich war bisher in der freien Wirtschaft, wollte aber in einen Bereich wechseln, in dem ich am Abend das Gefühl habe, tagsüber was Gutes getan zu haben.“ Schon am 1. Februar, dem ersten Tag des „neuen“ Seniorentreffs, habe man sich mit den interessierten Leuten zusammengesetzt, sagte Thompson. „Wir haben uns mit ihnen unterhalten, gefragt, was bisher gut an Angeboten gelaufen ist, was man ins neue Programm übernehmen sollte und daraufhin einen vorläufigen Veranstaltungskalender herausgegeben.“

„Wir sehen uns jedenfalls als Anlaufpunkt für die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger“, fasste Thompson zusammen, „und bitten darum, dass Sie auch weiterhin kommen und uns ihre Meinung sagen.“ Lobenhofer wies ergänzend darauf hin, dass im Laufe der Zeit auch noch der Bildungsaspekt des Kreisbildungswerks hinzu kommen werde, beispielsweise mit IT- beziehungsweise Computerkursen. „Vielleicht auch mit einer Computeria“, sagte Geschäftsführerin Beate Löw-Schneyder. German Kögl vom Sozialdienst katholischer Frauen unterstrich über die Treff-Funktion hinaus das Anliegen, noch mehr in die mobile Seniorenarbeit einzusteigen.

Am bisherigen Café-Charakter wollen jedenfalls alle festhalten, ebenso am umfassenden Angebot, „denn vieles davon ist sehr gut“, hob Caritas-Chef Alexander Huhn hervor. „Die Vielfalt der verschiedenen Teil-Organisationen der ,Lebenslust‘ einzubringen, das halte ich für den großen Vorteil des neuen Konstrukts“, meinte der neue Geschäftsführer des Rotkreuz-Kreisverbands, Dr. Andreas Schepermann. Der allgemeine Applaus gab ihm Recht.

Wolfgang Kaiser

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