Beliebter Schauspieler aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist tot

Beliebter Schauspieler aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist tot
+
Felix Neureuther muss auf den Heim-Weltcup in diesem Winter verzichten.

Der schlimmste Fall ist eingetreten

Ski-Weltcup: Auch Herren-Rennen abgesagt

Garmisch-Partenkirchen - Wie für Maria Höfl-Riesch fällt auch für Felix Neureuther im Olympia-Winter der Heim-Weltcup aus. Wegen zu warmer Temperaturen musste das Rennen der Herren abgesagt werden. 

Die Komplett-Absage des Damen-Weltcups war für Peter Fischer der Super-GAU, einer, den er in seiner 17-jährigen Amtszeit als Leiter des Organisationskomitees (OK) noch nie erlebt hat. Gestern ist – sofern es den gibt – der Super-Super-GAU eingetreten: Der Chef des SC Garmisch musste auch die beiden Herren-Rennen am 1. und 2. Februar auf der Kandahar absagen. St. Moritz wird einspringen. Damit findet 2013 der Ski-Weltcup ohne Garmisch-Partenkirchen statt.

In einer E-Mail informierte Fischer am Sonntag um 10.48 Uhr seine vielen Helfer und Kollegen im OK und Skiclub sowie die Medien über die Entscheidung. Und in jeder Zeile der kurzen Nachricht, ja in jedem Wort steckt sein tiefer Frust. Der schlimmste Fall sei eingetreten. Die Pisten-Bedingungen sowie die Wetter- und Temperaturprognosen für die kommenden Tage ließen keine andere Entscheidung zu. „Ich bitte um Euer Verständnis, dass ich aus meiner jetzigen Gemütslage heraus nicht mehr dazu sagen kann.“

Am liebsten hätte Fischer seine Ruhe, „doch ich kann jetzt auch nicht meinen Kopf in den Sand stecken“, sagt er am Telefon. Zu viele Aufgaben warten. Finanzielle Dinge müssen geklärt werden. „Maßgebend ist es, den Schaden zu begrenzen.“ Dieser ist hoch: Die „sehr, sehr bittere, sportliche und schwerwiegende wirtschaftliche Entscheidung“ habe nicht absehbare Folgen, schreibt er in seiner E-Mail. Bereits der Ausfall des Damen-Weltcups, der am kommenden Wochenende hätte stattfinden sollen, verursachte Kosten im sechsstelligen Bereich (wir berichteten). Jetzt kommt der zweite Ausfalls hinzu. „Wir hoch dieser sechsstellige Betrag jetzt ausfällt, muss sich zeigen.“ Doch rechnet Fischer mit „langfristigen Auswirkungen auf die kommenden Jahre“. Um die Dimension der Kosten darzustellen, nennt Fischer eine Summe: Alleine für die Rückerstattung der bereits verkauften Tickets werden 120 000 Euro fällig. Hinzu kommt der nicht bezifferbare, aber nicht minder große Schaden für den Tourismusort Garmisch-Partenkirchen. „Wir verlieren sechs Stunden TV-Zeit und damit Fernsehwerbung.“ Die TV-Einnahmen fehlen darüber hinaus auch dem Deutschen Skiverband (DSV). „Somit hat die Absage auch nationale Folgen.“

Emotional ist die Doppel-Absage für Fischer und jeden engagierten Helfer ebenfalls schwer zu akzeptieren. Nicht nur, dass der Skiclub „so stolz war auf diesen Super-Termin kurz vor Olympia“. Und nicht nur, dass – unter anderem mit den heimischen Größen Fritz Dopfer und Felix Neureuther – „wir Top-Leute im Riesenslalom am Start gehabt hätten“. Auch „hätten wir für Maria“ – Maria Höfl-Riesch – „gerne noch ein Heimrennen veranstaltet, sollte sie nach der Saison aufhören“.

kat

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Wo soll es hin? Zwei Gemeinden im Wettkampf ums Naturparkzentrum
Ettal würde es gern bekommen. Und den Holzpavillon von der Landesausstellung dafür nutzen. Aber auch Oberammergau bewirbt sich um ein Naturparkzentrum. Damit ist nämlich …
Wo soll es hin? Zwei Gemeinden im Wettkampf ums Naturparkzentrum
Nazigold – die Jagd in Mittenwald geht weiter
Das sagenumwobene Nazigold lockt wieder Spurensucher nach Mittenwald. Nach drei Niederländern reist nun der amerikanische TV-Moderator Josh Gates mit Kamerateam an.
Nazigold – die Jagd in Mittenwald geht weiter
Feneberg-Markt: Eröffnung erst im Februar
Das Thema war lange Zeit heftig umstritten, doch am Ende sprachen sich 2015 die Ohlstädter per Bürgerentscheid mehrheitlich für einen Supermarkt am Josefplatz aus. Der …
Feneberg-Markt: Eröffnung erst im Februar
Streitpunkt Straßenausbau: Dafür müssen Anlieger wohl noch zahlen
Der Ausbau von Straßen wird nicht mehr auf die Anlieger umgelegt. Was aber ist mit Kosten, etwa für Beleuchtung und Kanal, die bereits von der Gemeinde vorgestreckt …
Streitpunkt Straßenausbau: Dafür müssen Anlieger wohl noch zahlen

Kommentare