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„Brutal geärgert“ hat sich Thomas Dreßen über seine Fehler. Der Rückstand hat ihn dennoch überrascht.

Ski-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen: Kein Tänzchen im Ziel

Thomas Dreßen nach Abfahrt „stinksauer“

  • Katharina Bromberger
    vonKatharina Bromberger
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Richtig geärgert hat sich der Mittenwalder Thomas Dreßen nach seinem Abfahrtsrennen am Freitag auf der Kandahar. Mit so einem Rückstand hat er nicht gerechnet. Mit so vielen Stürzen auch nicht.

Garmisch-Partenkirchen – Thomas Dreßen soll wieder tanzen. Mit seinem spontanen Freudentänzchen im Ziel hat er vor einem Jahr in Garmisch-Partenkirchen das Publikum begeistert. Gut – Platz 37 war nicht herausragend. Aber der Mittenwalder hatte sich halt so gefreut. Über sein erstes Weltcup-Rennen auf der Kandahar, über die Gesamtsituation. So eine Einlage hätte auch heuer  jeder Zuschauer gerne gesehen.

An diesem Freitag aber – von Hüftschwung keine Spur. Ungläubig schaut er im Ziel auf die Anzeigentafel. 3,89 Sekunden Rückstand auf den Sieger Travis Gagnon. Verärgert stapft der 23-Jährige davon. „Für so eine Leistung tanz’ ich sicher ned. Da können sie mich ja gleich einliefern“, sagt er nach seiner Fahrt. Die macht ihn „stocksauer“. Zumal sie sich nicht so schlecht angefühlt habe. Mit diesem Rückstand jedenfalls, der am Ende wieder Platz 37 bedeutet – Top 30 hatte er sich vorgenommen – hat er nicht gerechnet. 

Sich jetzt nicht verrückt machen lassen

Klar habe er kleine Fehler gemacht, die nicht passieren dürften und die ihn „brutal ärgern“. Wo er aber so viel Zeit verloren hat, wusste der Mittenwalder nicht. Das sollte die Videoanalyse zeigen. Am Grip jedenfalls, der im Training noch gefehlt hatte, lag es nicht. Dieses Materialproblem hat das Serviceteam gelöst. Zu lange will sich Dreßen mit dem Rennen allerdings nicht befassen. „Hätt i, taat i, wär’ i bringt mich nicht weiter.“ Auch nicht, wenn er sich verrückt machen lässt. An diesem Samstag will er es einfach alles besser machen.

Generell hofft er, dass die zweite Abfahrt anders läuft. Die Stürze haben ihn beschäftigt. „Wenn’s die Top-Fahrer zerreißt, fängt man zu überlegen an.“ Als Erklärung für den Rückstand taugt das nicht. „Ich hatte sicher nicht zu viel Respekt.“ Diese gewisse Gelassenheit sollte er sich für sein zweites Heimrennen bewahren. Verbunden mit weniger „Hacklern“, wie Dreßen seine Fehler nennt. Dann klappt’s auch mit dem Tänzchen. 

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