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Ski-Weltcup auf der Kandahar: Drei ziehen an einem Strang

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Sie ziehen für den Ski-Weltcup nun an einem Strang: (v. l.) Bürgermeister Thomas Schmid, Zugspitzbahn-Vorstand Matthias Stauch und Peter Fischer, Geschäftsführer des Organisationskomitees, im Skigebiet Garmisch Classic. © Thomas Sehr

Garmisch-Partenkirchen - Der Streit im Januar? Vergessen! Das Organisationskomitee, die Zugspitzbahn und der Markt präsentieren sich neuerdings als Partner bei den Ski-Weltcups. Im Sommer haben sie ein großes Paket an gemeinsamen Aktionen geschnürt.

Da sitzen sie also zusammen an einem Tisch und plaudern heiter miteinander: Peter Fischer, der Geschäftsführer des Organisationskomitees (OK) für den Ski-Weltcup, Matthias Stauch, der kaufmännische Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn AG (BZB), und Bürgermeister Thomas Schmid. Und irgendwann fällt sogar der Vergleich mit einer Ehe: „Die BZB ist unser Partner“, sagt Fischer, „wir treten bei vielen Dingen miteinander auf. Wenn unser Partner nicht dabei ist, sprechen wir uns in jedem Fall ab.“ Was in anderen Austragungsorten oder Skigebieten selbstverständlich sein mag, haben sich die Beteiligten in Garmisch-Partenkirchen jetzt erarbeitet. Gemeinsam verkünden, wenn man so will, die Ehepartner und der Bürgermeister als Trauzeuge die neue tiefe Verbundenheit zwischen OK und BZB. „Wir haben im Sommer ein sehr gutes Miteinander gefunden“, betont Fischer. Daran war noch zu Beginn des Jahres nicht zu denken gewesen.

Januar 2012, nur noch wenige Tage bis zum ersten Weltcup-Wochenende in Garmisch-Partenkirchen. Der mächtige Präsident des Deutschen Ski-Verbandes (DSV), Alfons Hörmann, stellt im Gespräch mit unserer Zeitung den Markt als Austragungsort für die nächsten Jahre in Frage. Sein Groll ist groß, vor allem auf die BZB. Er wirft dem Unternehmen vor, dass es immer mehr Geld fordere, zuletzt gar für Tickets für Sportler und Helfer oder Parkgebühren. Am Tag des ersten Rennens findet der Streit seinen Höhepunkt. Im Zielraum der Kandahar, im Medienzelt, sitzen Hörmann, Fischer und Schmid vor der versammelten internationalen Presse und reden Tacheles – was alles falsch läuft in Garmisch-Partenkirchen und damit die Weltcup-Rennen gefährdet.

Davon ist heute keine Rede mehr. Der Marktgemeinderat hatte schon im April mit breiter Mehrheit beschlossen, jedes Jahr bis zu 530 000 Euro für vier Weltcup-Rennen zuzuschießen. Damit war das Finanzierungskonzept gesichert. Und jetzt präsentieren sich auch noch OK und BZB als Einheit, die sich auf ein Paket von gemeinsamen Initiativen geeinigt haben. „Das ist nur der Anfang“, sagt Stauch. Fischer spricht sogar von einem „wichtigen Signal nach außen“ und von einem längeren Prozess, denn Garmisch-Partenkirchen steht bis zur Saison 2016/2017 im vorläufigen Rennkalender des Internationalen Ski-Verbandes FIS.

So sieht das Paket aus:

Matthias Holzapfel

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