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Gemeinsam stärker: (v. l.) Skigau-Präsident Fritz Dopfer, Internatsleiter Frater Gregor Beilhack, stellvertretende Schulleiterin Stefanie Maier und Olympia-Stützpunktleiter Bruno Vogt.

Partnerschule des Wintersports

Aus Ettal soll Stams werden

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Ettal - Das Benediktinergymnasium und das Internat in Ettal kooperieren mit dem Bayerischen Skiverband und dem Skigau Werdenfels - eine Win-win-Situation für beide Seiten. 

Es tut sich was im Benediktinergymnasium Ettal. Anfang Februar gab Frater Gregor Beilhack, der Leiter des Internats, bekannt, dass erstmals ab dem Schuljahr 2016/17 auch Mädchen in der Einrichtung aufgenommen würden. Jetzt die nächste frohe Botschaft: Der Bayerische Ski-Verband (BSV) und die Ettaler gehen eine Kooperation ein. Ziel ist es, talentierte Wintersportler aus der Region, aber auch aus dem gesamten Bayern, die in Zukunft in Ettal Schule oder Internat besuchen, optimal zu fördern. Beginnen will man mit Fünft- und Sechsklässlern ab September.

Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere: Auch die Ettaler sollen davon profitieren, nachdem die Zahlen der Internatsschüler zuletzt rückläufig waren. „Das ist eine klassische Win-win-Situation“, sagt Internatsleiter Frater Gregor Beilhack. Fritz Dopfer senior, in Personalunion Ski-Gau-Präsident und Vize-Chef des BSV, geht noch mehrere Schritte weiter. Er spricht von einem „Meilenstein, einer Geburtsstunde“ und dass eine „Vision Wirklichkeit wird“. Und davon, dass Ettal, wenn alles perfekt läuft, irgendwann so funktioniert wie die österreichische Medaillenschmiede Stams, die im dortigen Zisterzienserstift untergebracht ist, „auch wenn wir derzeit davon noch sehr weit weg sind“.

Die Kooperation mit Ettal schließt eine Lücke, die im Skigau Werdenfels schon lange beklagt wird. Zwar verfügt man mit dem Werdenfels-Gymnasium, den St.-Irmengard-Schulen und der Zugspitz-Realschule über zwei Partnerschulen des Wintersports, doch die ganz intensive Betreuung, die die Eliteschulen des Deutschen Skiverbands in Berchtesgaden und Oberstdorf bieten, fehlt. Das bestätigt Bruno Vogt, der Leiter des Olympia-Stützpunkts, der allerdings die Zusammenarbeit mit Werdenfels und St. Irmengard lobt. „Die funktioniert hervorragend.“ Klappt’s mit Ettal in den kommenden Jahren ähnlich gut, könnte auch das Benediktinergymnasium dieses Label erhalten. „Das ist allerdings eine sportpolitische Entscheidung, die nicht in meiner Macht liegt“, sagt Dopfer.

Drei Monate lang befanden sich Skiverband und Internat in engem Kontakt, ehe sie die Zusammenarbeit besiegelten. Frater Gregor Beilhack hält sie auch für eine kleine Auszeichnung, nachdem Ettal durch den Missbrauch von Schülern Negativschlagzeilen produziert hatte. „Es gibt bei uns dunkle Flecken, deshalb bin ich dankbar, dass der Skiverband mit uns arbeiten will.“ Er macht deutlich, dass sich in Ettal einiges geändert hat. „Wir haben viel Arbeit in Qualität gesteckt“, sagt er. Die soll sich jetzt auszahlen: Für die Skitalente und das Gymnasium.

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