Skitouren-Streit: Zweiter Aufstieg in Sicht

Garmisch-Partenkirchen - Annäherung im Garmisch-Partenkirchner Skitouren-Streit: Die lang geforderte zweite Aufstiegsspur an der Olympia-Abfahrt scheint gesichert. Nur eine zeitliche Beschränkung auf die Morgenstunden sorgt für Ärger...

Lange hat es gedauert, doch nun deutet sich im Konflikt zwischen Skitourengehern und Bayerischer Zugspitzbahn (BZB) eine Lösung an: In diesem Winter dürfen die Tourengeher neben der Tonihütten- auch die Olympia-Abfahrt nutzen. Allerdings zeitlich sehr begrenzt. „Die Abfahrt ist für Tourengeher nur bis 10 Uhr frei“, betont Wotan Lichtmeß, der die neue Verordnung als ehemals Kommissarischer Vorstand der BZB absegnet hatte.

Gekämpft hat der „Verein zur freien und sicheren Ausübung des Skitourensports - auch auf Pisten“ bereits im vergangenen Winter - damals ohne Erfolg. Dann hatten Gemeinde und Verein im Frühjahr dieses Jahres einen Konsens gefunden: Die Öffnung der Olympia-Abfahrt als Aufstiegsvariante für geübte Sportler, dazu Hinweise auf Gefahrenstellen und Tafeln mit den Regeln des Deutschen Alpenvereins (DAV), an die sich die Tourengeher halten müssen. Nur BZB-Vorstand Peter Huber war lange skeptisch. Er verwies auf die Unfallgefahr, Haftungsfragen und hohe Kosten. Und er bleibt dabei: „Es sind zu viele Gäste auf zu engem Raum.“ Deshalb die zeitliche Begrenzung für die Tourengeher auf die frühen Morgenstunden.

Robert Herz, Vorsitzender des Skitourensportler-Vereins, ist verwundert: „Von einer zeitlichen Begrenzung ist mir nichts bekannt.“ Dieser Kompromiss sei für ihn überdies „inakzeptabel“. Zwar spricht der 49-Jährige von „konstruktiven Gesprächen mit der Gemeinde“ und einer „positiven Lösung“, allerdings ist er eben auch bislang davon ausgegangen, dass die zweite Aufstiegspur den ganzen Tag nutzbar sein wird. Nach der „einvernehmlichen Lösung zwischen allen Beteiligten“, von der Rathaus-Sprecher Florian Nöbauer spricht, klingt das nicht. Details der neuen Verordnung will er nicht nennen, da diese zunächst noch vom Hauptausschuss abgesegnet werden müsse.

Janine Tokarski

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