Soier Spielschiff-Projekt geht baden

Bad Bayersoien - Nach einem Jahr Planung: Bad Bayersoier Gemeinderat will doch kein Spielschiff und entscheidet sich für Alternative mit Sonnensegel, neuem Sandkasten und Geräten.

Fast ein Jahr lang hat der Bad Bayersoier Verkehrsverein überlegt, Alternativen geprüft und Sponsoren gesucht, um dem Ort eine neue Attraktion zu schaffen: ein Spielschiff am Seeufer. Am Ende war diese Mühe vergebens. Denn der Gemeinderat hat sich für eine andere Aufwertung des Areals entschieden.

Auf Vorschlag des Bauausschusses soll nun ein Sandkasten in Schiff-Form gekauft werden, der mit einem Sonnensegel überspannt wird. Außerdem ist geplant, neue Spielgeräte wie zum Beispiel eine Netzschaukel zu kaufen. Eine Lösung, für die es im Gemeinderat elf von zwölf Stimmen gab. Bürgermeister Eberhard Steiner zufolge werden die Kosten auf 5000 Euro geschätzt.

Dafür, sich von der Spielschiff-Idee zu verabschieden, gibt es seinen Worten nach mehrere Gründe: So hätte das Schiff einen zu großen Platz am Seeufer eingenommen und die Sicht verdeckt. „Außerdem ist es nur für eine spezifische Altersgruppe geeignet.“ Der Gemeinderat habe aber eine Lösung finden wollen, die sich für jüngere und ältere Kinder anbietet.

Mit dem von Bruno Mairhofer vorgeschlagenen Schiff wollte der Verkehrsverein, wie berichtet, eine Attraktion für Familien am See schaffen. Die erste, schwimmende Version, die ein Plantschbecken enthalten sollte, wurde bereits sehr früh vom Gemeinderat abgelehnt. Zu hohe Kosten für die Winterlagerung und Wasserwachtaufsicht wurden befürchtet. Daraufhin schlug der Verkehrsverein ein Spielschiff an Land vor. In der Gemeinderatsitzung im September erklärten sich die Lokalpolitiker grundsätzlich mit der Aufstellung einverstanden. Die Initiatoren stellten daraufhin ein Finanzierungskonzept in Höhe von rund 17 000 Euro zusammen. Für 5500 Euro trieben sie Sponsoren auf. Die restlichen Kosten wollten sich Verkehrsverein und Gemeinde zur Hälfte teilen. Letztere hätte ihren Anteil um rund 3500 Euro verringern können, wenn sie die Vorbereitung der Fundamente übernommen hätte. Im Herbst einigten sich die Verantwortlichen außerdem darauf, dass das Schiff kleiner ausfallen soll: Statt der ursprünglich geplanten elf Meter sollte der massive Schiffsrumpf auf eine Breite von sieben Metern begrenzt werden. Denn aufgrund der Rutschen und Hängebrücken wäre das Ausmaß des Standplatzes sowieso größer ausgefallen. Zahlenspiele, die nach der deutliche Gemeinderatsentscheidung nun aber keine Bedeutung mehr haben.

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