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Impressionen aus der Kaserne: Das Militärareal ist am Freitag Schauplatz eines Appells. Unser Bild zeigt einen Teil der Rückkehrer.

Soldaten kehren nach Murnau zurück

Wieder gesund in der Heimat

97 Soldaten des Murnauer Informationstechnikbataillons 293 sind zurück in Murnau. Sie waren ein halbes Jahr im Auslandseinsatz.

Murnau – Sie haben viele gefährliche Situationen gemeistert, hatten oft mit schweißtreibenden Temperaturen zu kämpfen, und mussten sich vor angriffslustigen Insekten, Schlangen und Skorpionen in Acht nehmen. Doch nun sind 97 Soldaten des Murnauer Informationstechnikbataillons 293 nach einem halben Jahr wohlbehalten in die Werdenfelser Kaserne zurückgekehrt. Sie waren in fünf Gebieten an sieben Standorten in aller Welt im Einsatz.

Beim Quartalsabschlussappell gab der Kommandeur, Oberstleutnant Jürgen Eckert, im Beisein von Vertretern aus Politik und Polizei, einiger Fahnenabordnungen heimischer Vereine und einer Ehrenkompanie am Freitag seiner Freude und Dankbarkeit Ausdruck, dass alle gesund zurückgekehrt sind. „Jeder und jede Einzelne hat in den verschiedenen Einsatzgebieten die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht und die unterschiedlichsten Eindrücke gesammelt“, sagte der Kommandeur. 

Insbesondere die Einsätze in Afghanistan, Mali und im Nord-Irak seien gefährlich gewesen, wusste er zu berichten. Wie etwa in Kabul, und auch in Mazar-E-Sharif, wo es Anschläge beziehungsweise Attentate gab. Aber: „Gegen alle Bedrohungen und Gefährdungen sind wir gut ausgebildet, ausgerüstet und vorbereitet.“

Hauptaufgabe der Informationstechniker sei es, im Hintergrund zu bleiben. Die Einsatzkräfte hätten ihre hervorragend gemeistert, betonte Eckert.

Vorausblickend auf 2018 kündigte der Kommandeur an, das der „Tag der Bundeswehr“ am 9. Juni 2018 in Murnau zusammen mit bundesweit 15 weiteren Standorten ausgerichtet wird. „Hier wird einiges auf uns zukommen – wir werden gefordert sein.“

Auch der Murnauer Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) ergriff das Wort. Die Anforderungen an die Bundeswehr hätten sich in den vergangenen Jahrzehnten rasant gewandelt. Die Lage in der Welt ist nach seinen Worten nicht friedlicher, aber deutlich unübersichtlicher geworden. Den Rückkehrern rief er zu: „Der anspruchsvolle und gefährliche Dienst, den sie alle weltweit zur Stabilisierung von Frieden und demokratischen Strukturen erfüllen, wird von den Menschen in Deutschland mit großem Respekt und großer Anerkennung wahrgenommen.“ Und weiter: „Tun sie ihn auch bitte weiterhin in dem Bewusstsein, dass wir zu ihnen und hinter ihnen stehen.“ Als Geschenk der Marktgemeinde hatten die Einsatzkräfte Murnauer Ortsschilder im Gepäck gehabt.

Traditionell hatte das Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen unter Leitung von Hauptmann Markus Fees mit der Bayernhymne und dem Deutschlandlied die Gestaltung der Zeremonie übernommen, bevor sich alle zur gemeinsamen Feier in der kaserneneigenen Edelweißstube trafen.

Die Einsatzgebiete des Informationstechnikbataillons 293: Kosovo (KFOR), Nord-Irak, Türkei (Mission Counter Daesh), Mali (EUTM Mali beziehungsweise ASIFU MINUSMA), Afghanistan (RESOLUTE SUPPORT).

Heino Herpen

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