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Luxus-Vison an der Bahnhofstraße: So oder so ähnlich könnte die Nobelherberge zwischen Rathaus und Bahnhof einmal aussehen.

Luxushotel: Projektplaner informieren

Weiter mit voller "Kraft und Zuversicht"

Mittenwald - Kein Grund zum Zweifeln - ein klares Bekenntnis von Patrick Berrendorf, der seit 2009 an der Umsetzung des Mittenwalder Luxus-Hotels arbeitet. Nun informiert er den Gemeinderat.

Einst von vielen Mittenwaldern geradezu als Heilsbringer gepriesen, haben sie seit längerem wieder irdische Sphären erreicht. Die Rede ist von Patrick (32) und Peter Berrendorf (65) aus Berlin, die mit ihrer ID-Projektentwicklungs-GmbH seit über sieben Jahren ein Luxushotel in Mittenwald zu realisieren versuchen. Vor knapp einem Jahr sind die Hoffnungsträger aus dem Preußenland – zumindest für die Bevölkerung und den Gemeinderat – auf Tauchstation gegangen. Nun kommen sie wie Phönix aus der Asche wieder – und zwar am Dienstag, 19. Januar. Dann wollen Vater und Sohn im Rathaus in einer nicht-öffentlichen Sondersitzung über den Status Quo ihres ehrgeizigen Millionen-Vorhabens berichten.

Dabei werden die beiden viel Überzeugungsarbeit leisten müssen. Denn nicht wenige im Gemeinderat haben ob des zeitlichen Leerlaufs – seit Sommer 2014 ist nach außen hin faktisch nichts passiert – mittlerweile Zweifel am Berliner Vertragspartner. Doch der versteht die Skepsis überhaupt nicht. „Es gibt keinen Grund, an der Realisierung des Projekts zu zweifeln“, verdeutlicht ID-Geschäftsführer Patrick Berrendorf. „Wir sind mit aller Kraft und Zuversicht unterwegs, das Projekt zeitnah umzusetzen.“ Sein Vater Peter fügt hinzu: „Wir stehen nach wie vor voll dahinter.“

Inzwischen ist das von der Gemeinde postulierte „Hotelprojekt Mittenwald 2010“ sinnigerweise zu „GaPa 2016“ mutiert. „Ein Projekt mit Signaleffekt für die ganze Region“, versprechen die Wortschöpfer aus Berlin auf ihrer Internetseite. Doch eines ist sicher: So manchem Lokalparioten wird gar nicht schmecken, dass ihr Mittenwald mit dem Kürzel GaPa versehen wird.

Doch die Berrendorfs denken offenbar in größeren Zusammenhängen. Sie gehen laut eigener Aussage mit guten Nachrichten in die Sonder-Sitzung. Gleich „mehrere Hotelbetreiber“ habe man in den zurückliegenden Monaten „für das Projekt begeistern können“. Patrick Berrendorf wird sogar noch konkreter: Die ID-Projektentwicklungs-GmbH stehe „derzeit in detaillierten Verhandlungen der Konditionen eines Pachtvertrags“. Namen will der 32-Jährige „aus Gründen schriftlicher Vertraulichkeitserklärungen“ nach wie vor nicht nennen. „Es handelt sich um international renommierte Hotelbetreiber der 4- und 5-Sterne-Kategorie mit einem sehr ansehnlichen Hotel-Portfolio.“

Ferner offenbart Berrendorf junior, dass Anfang des vierten Quartals 2015 mit der Finanzierungs-Phase – die Rede ist von knapp 40 Millionen Euro – begonnen werden konnte. „Unser Ziel ist es, die Bauplanung bis spätestens zum Ende des dritten Quartals 2016 abzuschließen.“

Im Grunde lauter erfreuliche Nachrichten für Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU), der wie kein anderer das Hotelprojekt flankiert hat. Nicht auszudenken für ihn, falls der Traum vom „Green Building Property“ an der Bahnhofstraße platzen sollte. Verständlicherweise hält er sich mit einem Kommentar sieben Tage vor der richtungssweisenden Sitzung merklich zurück. „Es gebietet die Fairness, nicht im Vorfeld darüber zu spekulieren.“ Ganz Politiker eben. Der Rathauschef bestätigt lediglich, dass es im Ägidius-Jais-Saal bis spätabends um Antworten auf die zentralen Fragen Planung, Finanzierung und Betreiber gehen soll.

Wie wichtig Hornsteiner dieses Treffen offenbar ist, belegt die Tatsache, dass er dem Tagblatt nicht mal den konkreten Termin nennen wollte. Der Polit-Taktiker sprach lediglich von der „dritten Kalenderwoche“. Christof Schnürer

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