Setzen sich für berufstätige Eltern ein: (v. l.) Rosa Hochschwarzer (Geschäftsführerin „Frau und Beruf GmbH“), Claudia Krüger-Werner (Vorsitzende der Frauen-Union) und Beate Königer (Leiterin des Kinderbüros). foto: fkn

Soziales Projekt: Damit Kinder daheim gesund werden

Garmisch-Partenkirchen - Das Kind erkrankt, die Eltern sind berufstätig und eine Betreuung steht nicht zur Verfügung: Mit dem Projekt „Daheim gesund werden“ will die Frauen Union solche Situationen vermeiden.

Zusammen mit dem Kinderbüro in Garmisch-Partenkirchen, einer Einrichtung der Frau und Beruf GmbH, baut die Frauen-Union ein Netzwerk mit zuverlässigem Betreuungspersonal auf, das bei Bedarf an die Familien vermittelt werden kann. Positiv dabei ist, dass die kranken Kinder zu Hause in der gewohnten Umgebung gesund gepflegt werden. „Diese Idee schwebte uns schon lange vor“, sagt Claudia Krüger-Werner, Vorsitzende der Frauen-Union Garmisch-Partenkirchen/Burgrain.

Da kam der Aufruf der Bayerischen Staatskanzlei, Ideen für das Zukunftskonzept „Aufbruch Bayern“ im Internet vorzustellen, gerade recht. Über 100 000 Menschen aus dem Freistaat haben teilgenommen, 740 Projekte aus den Bereichen Familie, Bildung und Innovation wurden ausgewertet. Das Ergebnis der Prämierung bezeichnet Krüger-Werner als „schönstes Geschenk“, denn ihr Projekt erreichte den dritten Platz im Bereich Familie. „Das hat mich total überrascht. Ich war völlig platt, als der Anruf aus der Staatskanzlei kam.“ Ihren Preis - eine Familienkarte für Bayerns Schlösser - habe sie zu Gunsten einer Spende der Staatsregierung über 500 Euro an das Projekt abgelehnt. „Für mich stand fest, auf einen persönlichen Gewinn zu verzichten.“

Das Geld war die Initialzündung für die Pilotphase. „Wir wollen jetzt zwölf Personen zum Betreuer qualifizieren“, erklärt Krüger-Werner. Ähnlich wie bei der Ausbildung zur Tagesmutter müssen dabei ein Erster-Hilfe-Kurs absolviert und der Umgang mit Kindern und deren Krankheiten gelernt werden.

Vorerst können nur Familien aus Garmisch-Partenkirchen das Angebot beanspruchen, doch eine Ausweitung des Gebiets ist laut Krüger-Werner geplant.

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