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Baustellenbesuch: Bürgermeister Georg Wagner (l.) freut sich über die Fortschritte an der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Hofheim und Söchering. Neben ihm ist Polier Wolfgang Grissler von der ausführenden Baufirma Schulz zu sehen. Den Bagger lenkt Maschinist Horst Hänig.

Spatzenhauser Etat 2017 verabschiedet

Straßenbau an erster Stelle

Zwei große Straßenprojekte stehen heuer in Spatzenhausen an. Rathauschef Georg Wagner spricht von einem“ Meilenstein“. 

Spatzenhausen – Was lange währt, wird endlich gut: Bei der Verabschiedung des Haushaltsplanes für 2017 durch den Spatzenhauser Gemeinderat ließ sich Bürgermeister Georg Wagner (Freie Wählergemeinschaft) die Erleichterung über den Baubeginn der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Hofheim und Obersöchering sowie der Querverbindung nach Aidling kaum anmerken. Gegenüber dem Tagblatt nahm er jedoch kein Blatt vor den Mund: „Das ist ein Meilenstein in der Geschichte unserer Gemeinde“, tat er seine Freude über die gelungenen Verhandlungen mit den betroffenen Grundstückseigentümern kund.

    Bereits seit einigen Jahrzehnten habe sich die Kommune mit dem Ausbau dieser beiden, insgesamt 1,25 Kilometer langen Strecken beschäftigt. „Als ich 1994 mein Amt angetreten bin, war das bereits ein Thema“, erinnerte sich Wagner. Doch nun sei das Projekt im Einvernehmen mit allen Beteiligten in trockenen Tüchern. „Wir hoffen, dass wir die Straßen bis zum Bezirksmusikfest in Hofheim, das am 24. Mai beginnt, fertiggestellt haben. Denn sie werden dafür benötigt“, sagte er weiter.

    Noch vor Weihnachten war nördlich von Hofheim mit der Verlängerung einer Versickerungsrigole begonnen worden, nun startete in der vergangenen Woche der Straßenbau. Für die Trasse Hofheim-Söchering wurden im Haushaltsentwurf 235 000 Euro veranschlagt, für die Querverbindung nach Aidling 225 000 Euro. „Zuzüglich der Vermessungs- und Grunderwerbskosten werden wir auf eine knappe halbe Million kommen“, sagte Wagner. Gleichzeitig würden auf der Strecke auch Leerrohre für die Breitbandversorgung verlegt.

    Den zweitgrößten Posten im Gemeindehaushalt stellt die Ersatzbeschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs dar. Das „Tragkraftspritzenfahrzeug Logistik“, das neben neun Personen auch vier Rollcontainer aufnehmen kann, die je nach Schadenslage unterschiedlich bestückt werden können, schlägt im Haushalt mit 220 000 Euro zu Buche. Hierbei sei im Gegensatz zu den Straßenbauprojekten ein Zuschuss zu erwarten – nämlich 42 000 Euro.

    „Unsere Haushaltslage ist solide“, bilanzierte Wagner. Einem Schuldenstand von 185 000 Euro am 1. Januar 2017 steht eine Soll-Rücklage von 909 000 Euro gegenüber. „In Anbetracht unserer Vorhaben, die noch anstehen, heißt es, vernünftig zu wirtschaften.“ Als besonders positiv bewertete Wagner, dass heuer dem Vermögenshaushalt die stattliche Summe von 242 000 Euro zugeführt werden kann. 

    Neben dem Haushaltsplan von 2017 legte die geschäftsleitende Beamtin Elisabeth Mohr auch den Finanzplan für die Jahre von 2017 bis 2020 vor, der unter anderem für 2018 eine Summe von 200 000 Euro für den sozialen Wohnungsbau vorsieht. Eine Aufnahme von Krediten, erklärte sie, sei nicht vorgesehen. Sowohl der Haushaltsplan für 2017 als auch der Finanzplan für die kommenden Jahre wurde vom Gemeinderat ohne Diskussion einstimmig verabschiedet, zumal das Zahlenwerk bereits in einer nichtöffentlichen Sitzung vorberaten worden war.

Heino Herpen

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