Tourengeher im Garmisch-Partenkirchner Skigebiet. foto: dpa/archiv

Spielregeln zum Tourengehen auf Pisten

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Garmisch-Partenkirchen - Tourengehen auf Pisten ist erlaubt - das hat das Gericht schon entschieden. Jetzt stehern auch die Spielregeln fürs Garmisch-Partenkirchner Skigebiet fest.

Der erbitterte Streit zwischen den Pistengehern und der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB) ist offenbar beendet. Um im Garmisch-Partenkirchner Skigebiet Klarheit zu schaffen, hat der Hauptausschuss des Gemeinderats jetzt einstimmig eine Regelung verabschiedet, die beide Seiten mittragen können.

Demnach sind Zeiten, in denen die Abfahrten präpariert werden und während der Grundbeschneiung in Betrieb sind, ausgenommen. Zudem müssen Tourengeher auf die Strecken rund um Hausberg und Kreuzeck verzichten, wenn der alpine Rennbetrieb läuft und wenn Leistungssportler - egal ob Profis oder der Nachwuchs - trainieren. Um gefährliche Begegnungen zwischen abfahrenden und aufsteigenden Wintersportlern zu vermeiden, sind darüber hinaus folgende Skiwege von 7 bis 18 Uhr komplett für Tourengeher gesperrt: der zwischen Tröglhütte und Hexenkessel, der zwischen Kreuzwankl-Bergstation und Kreuzalm, der zwischen Kreuzjoch und Kreuzalm sowie der zwischen Längenfelder-Abzweig und Hochalm.

„Das scheint in Ordnung“, meinte Robert Herz, Vorsitzender des Vereins der Skitourensportler, während der Sitzung. „Vier Jahre dauern die Konflikte schon, das sollten wir nun begraben.“ Mit ein Grund für die erbitterten Streitereien war sicher auch, dass er und seine Mitstreiter bislang nie zu Wort gekommen sind. Dass Herz nun im Ausschuss sprechen durfte, lag auch am Vorstoß der CSB-Fraktion: „Dieses Thema steht nun schon zum wiederholten Male auf der Tagesordnung des Hauptausschusses und nach fast jedem Zwischenschritt in den Entscheidungsprozessen gab es Diskussionen und Rechtsstreitigkeiten im Anschluss“, erinnerte Fraktionsvorsitzende Alexandra Roos-Teitscheid. Um diese zu vermeiden, empfahl sie, je einem Vertreter der Tourengeher und der BZB Rederecht zu gewähren. Allerdings untermauerte sie, „dass sich auch Tourengeher an Spielregeln halten müssen“. Dem konnte sich Michael Bräu (CSU) nur anschließen: „Man kann ihnen nicht alles zugestehen.“ Daher zeigten sich er und die übrigen Ausschussmitglieder erleichtert, dass nun beide Seiten mit besagter Anordnung leben können.

Um Auswärtige ebenfalls für die Probleme zu sensibilisieren, regte Herz an, Schilder mit den zehn DAV-Regeln für Skitourengeher auf Pisten an den jeweiligen Startpunkten anzubringen. Ein Vorschlag, den Zweiter Bürgermeister Wolfgang Bauer (CSU) gerne an die Vertreter der BZB weitergeben will.

Von Tanja Brinkmann

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