Schaufeln den Weg frei für die Skifahrer und Snowboarder, die mit dem Zubringer vom Osterfelder- ins Kreuzeckgebiet kommen: Lilly Simon (l.) und Michael Raubal mit dem Schäferhund-Mischling Nanouk. foto: Brinkmann

Sprengstoff aus der Luft gegen die Schneemassen

Garmisch-Partenkirchen - Die heftigen Schneefälle der vergangenen Tage gepaart mit großflächigen Windverfrachtungen haben zu umfangreiche Lawinensprengungen im Garmisch-Partenkirchner Classic-Gebiet geführt.

Die Skipisten unterhalb der Alpspitze mussten auf Anordnung der Lawinenkommission sicherheitshalber sogar für sechs Tage geschlossen werden. Seit gestern ist das unbeschwerte Ski-Vergnügen wieder in dem ganzen Bereich, der vom Osterfelder bis zum Hausberg reicht, möglich.

Die Sprengbahnen allein waren nicht ausreichend, um die Massen in den Griff zu bekommen. Daher wurde ein Hubschrauber angefordert, der die Hänge der Alpspitze bearbeiten konnte. Nachdem der Helikopter, der zuvor im Allgäu im Einsatz war, erst gegen 14 Uhr am Mittwoch im Osterfelder-Gebiet ankam, mussten die Mitarbeiter der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB) im Anschluss die großen Schneemengen auf den Abfahrten mit Pistenraupen einplanieren. „Durch die Sprengungen lassen wir die Schneemassen außerhalb der Betriebszeiten kontrolliert abrutschen“, erklärt Karl Dirnhofer, Betriebsleiter des Classic-Skigebietes. „Unsere Gäste können jetzt wieder auf den Pisten ungefährdet abfahren und den Neuschnee genießen. Diese Absicherung beschränkt sich allerdings nur auf die ausgewiesenen Strecken.“

Auf der Zugspitze liegen mittlerweile über fünf Meter der weißen Pracht. Das gab es erst vier Mal seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1934. „Die momentane Schneehöhe ist wirklich ein Ausnahmewert für den Januar“, sagt Julian Merker von der Wetterwarte. „Zuletzt lag dort oben im Januar 1981 so viel Schnee.“ (tab)

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