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Tanzlokal, Club und Bar: Seit zwei Jahren gibt es den Stad’l in Ohlstadt – jetzt bald nicht mehr.

Aus für Ohlstädter Schwimmbad-Lokal

Im "Stad'l" gehen die Lichter aus 

Ohlstadt - Jetzt ist es amtlich: Das Schwimmbad-Lokal in Ohlstadt schließt in ein paar Monaten. Die Gemeinde Ohlstadt und der Pächter haben sich vor dem Landgericht München II auf einen Vergleich geeinigt. Am 31. Januar 2017 gehen die Lichter in der Gaststätte aus. Bis dahin zahle Severin Pfaff noch eine etwas reduzierte Pacht, teilt Ulrike Fürst mit, Pressesprecherin des Gerichts.

Bis dahin zahle Severin Pfaff noch eine etwas reduzierte Pacht, teilt Ulrike Fürst mit, Pressesprecherin des Gerichts. „Den Pachtrückstand bezahlt er auch, außerdem muss er die Schallschutzanlagen rückbauen und das Gebäude besenrein übergeben.“ Damit endet ein heftiges Scharmützel zwischen der Kommune, der die Immobilie gehört, und Pfaff. Zur Erinnerung: Die Gemeinde hatte dem Gastronomen gekündigt. Ende April hätte er die Gaststätte namens Stad’l eigentlich verlassen müssen. Einer der Gründe: Pfaff biete zu wenige öffentliche Veranstaltungen an. Nach seinem Rauswurf ging der Jungunternehmer in die Offensive. Er beklagte, dass sich die Gemeinde nicht um anstehende Reparaturen kümmere. Die Lokalität räumte er nicht. 

Nun wurde der Zwist in München vor Gericht ausgetragen. Die Kommune strengte eine Räumungsklage an und pochte darauf, dass Pfaff ausstehende Pacht zurückzahlt. Diese Summe muss er aber nach eigenen Angaben nicht vollständig begleichen. Zu dem Vergleich sagt Pfaff : „Damit kann man leben.“ Für ihn und seine Mannschaft mache es keinen Sinn, das Tanzlokal weiter zu betreiben. „Denn die Gemeinde ist nicht bereit und in der Lage es zu renovieren.“ 

Bürgermeister Christian Scheuerer (parteifrei) sagt, dass „nach anfänglicher Euphorie leider die Ernüchterung gekommen ist“. Die Zukunft der Gasträume sei derzeit offen. Denn Fachleute zerbrechen sich gerade den Kopf darüber, wie es mit dem maroden Schwimmbad-Gebäude generell weitergeht und was machbar ist. Im November/Dezember sollen die Ergebnisse dem Gemeinderat vorgestellt werden. Dann wird sich herausstellen, wohin die Reise geht. Theoretisch könnte es auch sein, dass das Konzept kein Lokal mehr enthält. Bevor der Fahrplan nicht steht, wollte die Kommune jedenfalls kein Geld in Reparaturen stecken, die im Lokal anstehen. Dort gab es unter Pfaff, der den Stad’l vor zwei Jahren eröffnete, auch immer wieder Probleme mit Müll, der draußen herumlag. Erst kürzlich war das laut Scheuerer mal wieder der Fall. „Katastrophal“ sei das gewesen. „Da sind einige Beschwerdeanrufe eingegangen.“

Nun ist das Kapitel Stad’l bald Geschichte. Pfaff will in den verbleibenden Monaten noch einige Veranstaltungen organisieren. Für später kann er sich vorstellen, vielleicht wieder „was in dieser Richtung zu machen“. Das Konzept funktioniere. Pläne gebe es viele. „Es ist aber noch nichts spruchreif“, sagt der Jungunternehmer. 

Roland Lory

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