Schlimmer Einsatz: Wanderer will Schneefeld umgehen - und stürzt wenige Meter vor Hütte in den Tod

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„Hochsensibler“ Bereich: Die Isar zwischen Krün und Wallgau. schanderl/fkn

Start für Arbeiten an "hochsensibler" Isar

Krün/Wallgau - Am Dienstag beginnen die Arbeiten für den Trinkwassernotverbund Krün-Wallgau. Die Fischer haben ein besonderes Auge auf das Projekt...

Am heutigen Dienstag rücken Baufahrzeuge an, um zwischen Krün und Wallgau die Leitungen für den Trinkwassernotverbund zu verlegen. Die zusätzlichen Leitungen zwischen dem Krüner und Wallgauer Tiefbrunnen sollen im Notfall sicherstellen, dass die Gemeinden nicht auf dem Trockenen sitzen.

Umgesetzt wird dieses im so genannten Pflugverfahren, das „die Beeinträchtigungen für die Natur gering hält“, betonte Wallgaus Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU) in der Gemeinderatssitzung. „Es entstehen keine Gräben.“ Denn der Boden wird nicht aufwändig geöffnet.

Vielmehr fährt ein spezielles Fahrzeug mit einem Pflug die Trasse entlang, der Rillen im Erdreich hinterlässt. Per Seilwinde werden die Leitungen - neben Rohren fürs Wasser auch welche für Datenkabel - direkt verlegt und der Boden wieder zugeschüttet. Die Arbeiten dauern rund drei Wochen - je nach Wetterlage.

In dieser Zeit werden Gewässerwart Hans-Peter Schanderl und seine Kollegen vom Kreisfischereiverein besonders oft an der Isar vorbeischauen. Denn bei aller angepriesenen Naturverträglichkeit dieses Verfahrens fürchten sie um die Fische. „Das ist hochsensibles Gebiet“, untermauert Schanderl. „Es muss gewährleistet werden, dass das Wasser durch die Arbeiten nicht versickert und wieder etliche Fische auf dem Trockenen verenden.“

Das war schon zigmal der Fall. Derzeit „ist der Fluss durchgängig“. Ein glücklicher Zustand für die Fischer, den es unbedingt zu wahren gilt. Denn „es haben sich wieder Äschen, Bachforellen und Koppen angesiedelt und gelaicht“, sagt der Gewässerwart hoch erfreut.

(nine)

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