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Bild aus vergangenen Tagen: die Startbahn in Weghaus ist mittlerweile entfernt worden.

Renaturierung der früheren Startbahn

Kapitel Weghaus ist abgeschlossen

Der Rückbau des Flugplatzes Weghaus ist über die Bühne gebracht. Allerdings nur fast. Der Freistaat Bayern muss noch eine Verrohrung beseitigen. 

Eschenlohe – Der Flugplatz Weghaus ist Geschichte. „Das Gelände ist zurückgegeben, wir sind aus dem Miet- und Pachtverhältnis draußen“, betont Martin Peschke, Dritter Vorsitzender der Sportfliegergruppe Werdenfels. Nun ist der Freistaat Bayern am Zug. Er darf noch Rohre entfernen. Danach wird das Areal nahe Eschenlohe renaturiert.

Ein kurzer Blick zurück: Nach jahrelangen rechtlichen Streitigkeiten hatte sich der Verein und der Freistaat Bayern respektive das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen vor einem guten Jahr auf einen Vergleich geeinigt. Zentraler Punkt: Die Sportflieger beseitigen die rund einen Kilometer lange und zehn Meter breite Start- und Landebahn im Murnauer Moos. Mit dem Abtransport wurde eine im Nordlandkreis ansässige Baufirma beauftragt. Rund eine Woche benötigten die Arbeiter, um die Piste zu entfernen. „Das ging ganz fix“, sagt Peschke.

Entsorgt wurde der Asphalt dann in der Deponie Schwaiganger. Wobei nach Peschkes Angaben mehr Material zusammenkam als gedacht, jedoch nicht mehr belastetes Gut als prognostiziert. Vor ein paar Jahren hatte ein Büro berechnet, dass insgesamt 2500 Tonnen nicht mehr wiederverwendet werden können. Dabei spielen krebserregende Stoffe eine Rolle.

Abtransport und Entsorgung müssen die Segelflieger allerdings nicht zur Gänze aus der eigenen Tasche bezahlen. Der Freistaat Bayern beziehungsweise das Landratsamt übernehmen nach Angaben von Franziska Klein vom Büro des Landrats 25 000 Euro.

Wie viel der Rückbau insgesamt kostet, steht noch nicht genau fest. „Es liegen noch nicht alle Rechnungen vor“, teilt Peschke mit. Die Summe bewege sich im sechsstelligen Bereich. Dem Landratsamt will der Verein eine komplette Kostenaufstellung zukommen lassen. Unbelastetes Material habe man für den Wegebau am Flugplatz Pömetsried verwendet, ergänzt der Dritte Vorsitzende. Sein Fazit: „Wir haben unsere Verpflichtungen aus dem Vergleich erfüllt.“

Unterdessen muss sich der der Freistaat Bayern noch um den Rückbau der rund 50 Meter langen und 2,5 Meter breiten Rechtach-Verrohrung kümmern und diesen auch bezahlen. Der Eschenloher Gemeinderat befasst sich am Donnerstagabend mit einem so genannten wasserrechtlichen Antrag. Wann die Rohre, die aus Wellstahl bestehen, entfernt werden, steht noch nicht fest. Es liege noch kein Angebot vor, erklärte Landratsamts-Sprecherin Klein auf Nachfrage. Daher könnten „zu Höhe der Kosten“ und zur „Fertigstellung keine Aussagen getroffen werden“

Warum ist überhaupt ein wasserrechtlicher Antrag nötig? „Der Rückbau der Verrohrung erfüllt – genau wie die damalige Verrohrung – den Tatbestand des Gewässerausbaus, da die Rechtach wesentlich umgestaltet wird“, teilt Klein mit und verweist auf das Wasserhaushaltsgesetz. Ein Gewässerausbau bedürfe einer Genehmigung. „Über den Antrag des Freistaates entscheidet das Landratsamt als untere Wasserrechtsbehörde.“

Um die Renaturierung hat sich das Haupt- und Landgestüt Schwaiganger zu kümmern. Vor ein paar Jahren hieß es, dass das Gelände künftig extensiv landwirtschaftlich genutzt werden soll.

Der Eschenloher Gemeinderat beschäftigt sich am Donnerstagabend ab 19 Uhr im Sitzungszimmer der Kommune ferner mit einem Bauantrag der Carina Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietung KG aus Mainz. Dabei geht es um den Einbau eines Meisterbüros und die Aufstellung von Bürocontainern im Gewerbegebiet Blauänger.

Roland Lory

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