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Das neue Führungsteam: (h.v.l.) Josef Bobinger, Peter Fink, Christian Allinger, (v.v.l.) Christine Koch und Walter Glas stehen an der Spitze der VEO. 

Jahresversammlung der VEO

Staufreies Oberau: an einem Strang ziehen

Auch wenn der Tunnelbau voranschreitet: So lange Oberau nicht vom Verkehr befreit ist, löst sich die VEO nicht auf. In den kommenden drei Jahren geht es für die Bürgerinitiative darum, eine gute Lösung für die B 2 zu finden.

Oberau – Ex-Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) kommt mit Freibier, und die Autobahndirektion Südbayern lädt das ganze Dorf ein, an diesem Samstag gemeinsam einen Meilenstein beim Bau der Umfahrung Oberau zu feiern: den Durchschlag der ersten Röhre. Man könnte meinen, dass es angesichts des Tunnelbaus keinen Grund mehr für die VEO, die Bürgerinitiative zur Verkehrsentlastung Oberaus, gibt, künftig zu bestehen. Doch die rund 40 Mitglieder machen weiter. Zumindest mal für drei Jahre. „Ich hoffe, dass wir dann alles erledigt haben“, sagte Sprecher Josef Bobinger bei der Jahresversammlung, in der er im Amt bestätigt wurde.

Gemeint ist damit nicht nur die Fertigstellung des Tunnels, sondern auch eine Lösung für die Einschleifung der B 23. Wie berichtet, hat sich eine Bürgerinitiative „NO B 23“ gegründet. Die Anwohner haben Angst, dass es bei einer Trasse entlang des Mühlbergs zu Beeinträchtigungen kommt – auch für die Natur. Für eine Petition gab es im Sommer 2016 aber zu wenig Unterschriften.

Wie Bobinger jetzt betonte, stehen die Oberauer, die in diesem Bereich des Dorfes wohnen, nicht alleine da. „Uns geht es nicht nur um die B 2, sondern auch um die B 23. Und das schon immer“, unterstrich der VEO-Sprecher. Mit seinem Stellvertreter Christian Allinger sei er im vergangenen Jahr gleich zweimal zu Gesprächen bei der zuständigen Behörde, dem Staatlichen Bauamt Weilheim, gewesen.

Aktuell gibt es allerdings keinen neuen Sachstand zu der schwierigen Frage, wie die B 23 ab dem Ettaler Berg in die neue Umfahrung eingeschleift werden kann. „Das braucht eine gewisse Zeit.“ Derzeit geht es darum, die Varianten zu prüfen. Bis Mitte 2018 soll die Linienbestimmung vorliegen. Das bestätigte auch Bürgermeister Peter Imminger (CSU). Und er stellte klar: Eine große Brücke direkt über dem Trachtenheim (sie gehört zu den Befürchtungen der „No 23“-Initiative), „kann es für uns nicht sein“.

Zugleich erklärte VEO-Vize Christian Allinger, dass die Wunsch-Variante der Anwohner – eine Einschleifung in den Tunnel auf Höhe der Aldi-Filiale – mit großen technischen Herausforderungen und dementsprechend hohen Kosten verbunden sei. Das hätte das Gespräch beim Straßenbauamt ergeben. Und: Wenn die B 23 direkt in den Tunnel führt, müsste das Tempo darin auf 50 Stundenkilometer begrenzt werden. „Dann wäre die Entlastung nicht mehr so stark.“

Imminger stellte in Aussicht, dass es eine Bürger-Info geben soll, wenn es einen neuen Sachstand zur Planung gibt. Danach folgt die Linienbestimmung, die ins Planfeststellungsverfahren mündet. In diesem Abschnitt seien Klagen möglich. „Eine Horrorvorstellung“ für Bobinger. Ziel müsse bleiben, beide Bundesstraßen aus dem Ort zu bekommen.

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