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Lieblingsmotiv festgehalten: die Teilnehmer des Malwettbewerbs.

Kunstwettbewerb in Bad Bayersoien

Ein Dorf in Sandstein gemeißelt

Bad Bayersoien - Die Gemeinde Bad Bayersoien wird am 15. Juni wieder zu einer großen Kunstbühne: Das erste Steinbildhauer-Symposium soll Besucher aus der ganzen Region anziehen. Zehn Künstler arbeiten gemeinsam an einer großen Skulptur, die dann am Soier See aufgestellt wird. 

Die Gemeinde Bad Bayersoien wird nach Fronleichnam am 15. Juni wieder zu einer großen Kunstbühne: Das erste Steinbildhauer-Symposium soll Besucher aus der ganzen Region anziehen. Zehn Künstler arbeiten gemeinsam an einer großen Skulptur, die dann am Soier See aufgestellt wird. Das Besondere: Man kann den Kreativen live über die Schulter schauen.

Erst Holz, dann Farbe, jetzt Stein: Bürgermeisterin Gisela Kieweg setzt bei den groß angelegten Symposien im Kurort auf Veränderung. „Man muss immer wieder etwas Neues machen“, sagt sie. Am Anfang standen die Holzbildhauer-Wettbewerbe, die in den Jahren 2007, 2009 und 2012 Künstler, Einheimische und Urlauber nach Bayersoien lockten. Doch nach drei Auflagen war ein bisschen die Luft raus, außerdem drohten die Zuschüsse auszubleiben. Kieweg rief deshalb zu Fronleichnam 2016 einen Malwettbewerb samt Kreativmarkt ins Leben. Der wurde ein Erfolg: Zwölf Teilnehmer ließen sich mit Staffelei, Pinsel und Farben mitten im Dorf nieder und hielten ihre Lieblingsmotive fest.

Jetzt aber wird in Stein gemeißelt. Nach der Fronleichnamsprozession soll es losgehen. Die Bürgermeisterin plant bis Sonntag, 18. Juni, ein großes Schaffen am Dorfstadel und in einer benachbarten Steinmetzwerkstatt. „Es gibt ein Gemeinschaftsprojekt aus deutschem Stein“, sagt Kieweg. Rund um den Bauhof gibt es ein buntes Programm mit Gastronomie, bei schlechtem Wetter wird in den nahen gemeindeeigenen Dorfstadel ausgewichen. Vorteil laut Kieweg: „Wir sind wetterunabhängig.“

Am Start werden Teilnehmer aus dem Ammertal, aber auch bis aus München und Augsburg sein. Jeder Künstler arbeitet an seinem Segment, am Ende wird alles zu einer großen Skulptur zusammengefügt. Gewünscht ist eine Seeschlange aus Anröchter-Dolomit, einem Sandstein. Am Sonntag erfolgt dann die feierliche Enthüllung der Seeschlange am Soier See.

Das konkrete Festprogramm steht allerdings noch nicht. Anfang des Jahres soll es in die Planung gehen. „Es wird was Größeres“, kündigt Kieweg an und ist schon jetzt begeistert vom Projekt: „Das ist einmalig, dass man sieht, wie etwas aus Stein entsteht.“

Von einer Fortsetzung des Malwettbewerbs hat sich Soiens Dorfoberhaupt allerdings nicht verabschiedet. „Das gibt es wieder“, sagt Kieweg. „Die Atmosphäre war total nett.“ Die 2016 entstandenen Bilder sind noch bis Anfang Juli im Museum im Bierlinghaus zu bewundern, dann gehen die Werke wieder zurück an die Künstler. Geplant ist zudem noch eine Prämierung der beliebtesten Werke.

Andreas Baar

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