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Aufwändig gemacht: Sepp Karner im neu gestalteten Eingangsbereich seines Museums.

Urzeitlicher versteinerter Tintenfisch zählt zu Exponaten

„Haus der Steine“ wurde erweitert

Krün - Es ist eine Welt  der Steine und Fossilien: Jetzt hat Besitzer Sepp Karner sein Museum in Krün erweitert. Um drei Bereiche. 

Im Oberen Isartal lassen sich viele Gesteine, Fossilien und Mineralien finden. Der Krüner Sepp Karner bietet als Experte allen Steinefreunden neben geführten Exkursionen eine Anlaufstelle in seinem Museum „Haus der Steine“ (Finzbachstraße 1 am Bärnbichl) an. Der Eintritt ist frei. Seit kurzem dürfen sich Besucher auch über drei erweiterte Bereiche freuen.

Sofort ins Auge fällt der neu gestaltete Eingangsbereich, der aus Naturholz und Schwemmsteinen aus der Isar modelliert wurde. „Ich möchte mit Materialien aus unserer Isar-Region den Charakter des Museums steigern“, sagt Karner. Neu eingerichtet wurden die Innenräume mit Vitrinen sowie mit Ausstellungsschränken, die mit Steinen verziert sind.

Unter den über 1000 Exponaten befindet sich mit einem Durchmesser von 70 Zentimetern auch ein urzeitlicher versteinerter Tintenfisch. „Den habe ich im Rißbach am Ahornboden entdeckt“, berichtet Karner stolz. „Ich denke, dass es bis jetzt der größte Ammonitenfund im Karwendel ist.“ Eingerahmt wird der Fund durch einen Granatkristall und einem Buntbasalt – beide gefunden in der Isar. Im Außenbereich hat Karner drei Säulen mit aufgesetzten und teils polierten Isarsteinen und eine Bank aufgestellt, die aus drei polierten Granitquadern und einer als Lehne verwendeten Säule besteht. „Die Säulen sind Relikte aus dem Eiszeitgeschiebe, wie sie früher in der Partnachklamm zu finden waren und sogar heute noch hinter der Klamm in Richtung Elmau entlang des Ellerbachs zu sehen sind“, erklärt Karner, „deshalb habe ich auch weitere fünf solcher Steine dort postiert. Eine entsprechende Infotafel soll durch die Betreiber noch aufgestellt werden“.

Neben großen Steinen erscheinen bei Karner nach einer Bearbeitung auch kleine in neuem Licht. Derzeit fertigt der Experte in seiner Werkstatt Exponate für einen „Engelkongress“, der am 1. Mai in München stattfindet. Dutzende Engel in allen Variationen sind schon fertig. Für den Korpus nimmt Karner Kieselsteine, die durchsichtigen Flügel sind Quarz- oder Glimmerplatten aus Marienglas. „Ein Engel ist sogar im Vatikan gelandet“, erzählt der Sammler. „Der Bruder von Franco Viola aus Mittenwald ist dort Priester und hat meinen Engel auf seinen Altar gestellt.“

Wolfgang Kunz

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