FDP stellt erstmals eigenen Bürgermeister-Kandidaten auf

Garmisch-Partenkirchen - Mit wem die Liberalen bei der Kommunalwahl 2014 ins Rennen gehen, halten sie noch unter Verschluss. Beim Politischen Jahresauftakt am 28. Januar stellen sie den 50-Jährigen der Öffentlichkeit vor.

Er ist 50 Jahre alt, lebt seit 1994 in Garmisch-Partenkirchen und arbeitet derzeit hauptsächlich im Ausland - mehr verrät Germut Bielitz noch nicht über den Mann, den die FDP bei der Kommunalwahl 2014 als Bürgermeister-Kandidaten ins Rennen schickt. Mehr lässt sich der Kreisvorsitzende der Liberalen derzeit nicht entlocken. In gut einer Woche ist das Rätselraten allerdings vorbei: Beim Politischen Jahresauftakt der FDP am Samstag, 29. Januar, präsentiert der Ortsverband seinen Spitzenmann.

„Mit ihm haben wir einen sehr patenten und leistungsfähigen Mann gefunden, der Garmisch-Partenkirchen nur nach vorne bringen kann“, betont Bielitz. Dieses Ziel strebt der 50-Jährige aus eigener Motivation an: „Wir mussten ihn nicht zur Kandidatur drängen, er brennt darauf und will sich unbedingt engagieren.“ Dabei werde er von den Liberalen vor Ort - in der Marktgemeinde sind es knapp 30, auf Kreisebene knapp 40 Mitglieder - nach Kräften unterstützt. Entscheidend für Bielitz und seine Mitstreiter ist, dass die Bevölkerung bei allen politischen Entscheidungen mitgenommen wird: Wie wichtig das ist, „hat sich zuletzt bei der Olympia-Bewerbung gezeigt“, meint der Kreisvorsitzende. „Wären die Bürger früher in diesen Prozess involviert worden, hätte es diese Auseinandersetzungen nicht gegeben.“ Zudem kritisiert der Grainauer, dass sich die Marktgemeinde von einer Einzelentscheidung zur anderen hangle und verweist dabei auf Debatten ums Bichlerhof- sowie PX-Areal. „Ein Gesamtkonzept fehlt offenbar.“

Mit diesen Themen wollen sich die Liberalen Bielitz zufolge im Kommunalen profilieren und vor allem davon abgrenzen, was auf Bundes- und Landesebene schief läuft. Dabei untermauert auch Ecko Eichler den enormen Unterschied zwischen dem, was sich insbesondere in Berlin abspielt, und dem Lokalen. Dass allerdings in einer Phase, in der sich die Partei in einer absoluten Talfahrt befindet, der Garmisch-Partenkirchner Bürgermeister-Kandidat präsentiert wird, findet der Gemeinderat und stellvertretende Ortsvorsitzende „problematisch“. Von den Qualitäten des 50-Jährigen ist er jedoch absolut überzeugt: „Er hat eine sehr angenehme und Vertrauen erweckende Art.“ Daher hofft er, dass dieser bis zum Urnengang in gut zwei Jahren durchhält.

Schützenhilfe bei seinem ersten großen Auftritt erhält der Spitzenmann von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Die Bundesjustizministerin schaut sich zunächst die Weltcup-Abfahrt der Herren auf der Kandahar an, ehe sie beim Politischen Jahresauftakt (16 Uhr im Restaurant La Vie) über Freiheit und Bürgerrechte, die Eurokrise sowie Bedrohungen des Rechtsstaates spricht. In diesem Rahmen präsentiert die FDP auch ihren Kandidaten und hofft auf viele Besucher. (tab)

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