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Neuer Belag: Die Dorfstraße in Richtung Sternplatz.

Ortsentwicklung

Sternplatz Oberammergau: Positive Zwischenbilanz zum Umbau

Noch ist der Winter nicht da, also laufen die Arbeiten in der Oberammergauer Ortsmitte weiter. 

Oberammergau – Ende Oktober hat Bernd Sedlmaier das Motto für die nächsten Wochen ausgerufen: Vollgas bis Weihnachten. Nun gab der Mitarbeiter im Oberammergauer Bauamt einen Zwischenbericht zur Ortsgestaltung rund um den Sternplatz im Gemeinderat ab. „Es schaut gut aus“, lautete sein Fazit. Hinter viele Maßnahmen kann er schon einen Haken machen.

Neue Wasserleitungen sind bereits vorhanden. Und auch die Kanalarbeiten und die Straßenentwässerung sind demnach komplett fertiggestellt, wie Sedlmaier im Gemeinderat sagte. Sehr positiv sieht es auch schon im Bauabschnitt Süd – dem Bereich der Dorfstraße vom Turmwirt bis zur Sterngasse – aus. Auch dort ist alles fertig. „Bis auf Restarbeiten.“ Zudem habe man bewusst die Platzfläche Richtung Mühlbach noch nicht bearbeitet. „Die haben wir uns als Puffer gelassen.“ Weil es dort keine Anlieger oder Geschäfte gibt, rutscht dieses Areal nach unten auf der Prioritätenliste.

Für die Gemeinde ist es am wichtigsten, betonte Sedlmaier, das als erstes die Flächen anvisiert werden, die vor Zugängen von Betrieben und Geschäften liegen. „Derzeit laufen die Pflasterarbeiten in den Seitenflächen“ am Sternplatz. Dort ist die Fahrbahn bereits mit Steinen versehen. Nun stehen die Ränder im Mittelpunkt.

„Es wird so lange gearbeitet, wie es die Witterung zulässt“, machte Sedlmaier deutlich. Als Minimalziel gab er die Pflasterung der gesamten östlichen Sternplatz-Seite, im Norden sowie im Westen vor den Geschäften aus. Gegebenenfalls muss man in der Mitte vorerst mit einem Provisorium – etwa einer Kiesfläche – arbeiten. Für Sedlmaier wäre es ein Traum, wenn das Wetter noch ein zwei Wochen halten würde und ein Wintereinbruch ausbleibt. Grundsätzlich soll die Dorfstraße bald freigegeben werden.

Florian Schwarzfischer (BIO) sprach die Kosten für das Projekt – für den ersten Bauabschnitt sind 2,3 Millionen Euro eingeplant – an. Dass es teurer werden könnte, deutete Sedlmaier daraufhin an. Es gebe einige Nachtragsposten, noch liegen aber keine konkreten Zahlen vor. Mehr zahlen musste man seinen Worten nach bei der Fassaden-Angleichung, bei der Entsorgung des Asphalts und wegen der Pflaster-Formate.

In Streit gerieten die beiden dann wegen des Vorwurfs von Schwarzfischer, die Gemeinde habe eben nicht so eng mit den Anliegern und Geschäftsleuten in Kontakt gestanden, wie Sedlmaier behaupten würde. Demnach will er vom Metzger am Sternplatz erfahren haben, dass die Fläche vor seinem Geschäft aufgerissen wurde – ohne sich an Absprachen zu halten. Dem widersprach Sedlmaier deutlich. „Heißt das jetzt, dass einer von uns beiden lügt?“, fragte der BIO-Lokalpolitiker daraufhin provokant – was ihm prompt Kritik von den Vertretern der Liste „Mit Augenmaß“ einbrachte. „Du bist doch nicht deren Anwalt“, pampte Josef Köpf verständnislos in Richtung Schwarzfischer. Damit war die Diskussion beendet.

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